Der Mena-Talk

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Der unabhängige Nahost Think-Tank

Transkript

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00:00:00: Wenn ich aber nicht klein war, jetzt bin ich klein.

00:00:03: Ich kenne nicht wie du klein warst!

00:00:07: Also dein Sehngereich wäre mich ausbesser.

00:00:13: Nein wir sind sehr interessiert und wirklich es freut uns dich hier zu haben um zu hören deine Meinung aus eritz israel.

00:00:21: die situation die ja nicht einfach ist sich mein.

00:00:25: jeden tag hört man andere Sachen, was in den nächsten Stunden passieren kann und ich kann nur eins sagen.

00:00:34: Ich glaube für die Bevölkerung in Eritz Israel ist es schlimm wenn man planen will irgendwo hinzufahren auf Urlaub oder eine Geschäftsweise hat.

00:00:44: Man weiß nicht ob er zurückkommen kann Ob dann nicht wieder möglich das vielleicht wochenlang keinen Rückflug gibt Oder keine Möglichkeit der Rückreise gibt.

00:00:53: also das ist sicher sehr sehr bedrückend für die Menschen in Israel, also es ist sicher nicht leicht.

00:01:00: Leider sind auch viele Sachen, die vielleicht sich ganz nach den Geschmack der meisten Israelis sind, die ein bisschen zu extrem sind – das kann ich auch sagen, also das gefällt sicherlich nicht jedem, wobei man natürlich auch eine Erklärung haben kann für Situationen Wenn Menschen mitgemacht haben oder sehr, sehr viele Menschen haben mitgemachten.

00:01:25: Mit den siebten Oktober und alles rundherum, mit welcher Brutalität und Grauslichkeit

00:01:31: usw.,

00:01:32: hier vorgegangen wurde dann ist schon verständlich dass vielleicht der eine oder andere eine falsche Reaktion setzt.

00:01:41: Abschließend vielleicht werden auch zu sagen die bevorstehenden Wahlen sind auch interessant, da wirst du uns sicher auch... einiges vielleicht sagen können, wie du die Situation siehst.

00:01:53: Vielleicht kann man das auch noch irgendwie erwähnen?

00:01:57: Ich darf dich bitten!

00:02:05: Vielen vielen Dank für die freundliche Begrüßung.

00:02:07: ich freue mich sehr Wieder hier sein zu dürfen, ich war erst im Oktober.

00:02:11: Hier ist aber auch schon etwas mehr als ein halbes Jahr her und das war damals ein ganz anderes Thema dominant dem das Thema Gasacher-Mass-Palästinenser und das ist ja ausgestochen worden durch das was zuletzt passiert ist mit dem Krieg mit dem Iran.

00:02:23: Für mich, ich sage das jedes Mal auch wieder wenn ich hier bin.

00:02:25: Für mich ist es ein bisschen ein Heimspiel.

00:02:27: Ich kenne ja viele, viele die hier sind.

00:02:28: Manche habe ich lange nicht gesehen aber wir kennen sie eben noch von früher.

00:02:32: Mein vor langen Jahren verstorbener Vater war ein Bruder in dieser Loge und ich hab gerade entdeckt dass sein Name unter denjenigen stehen, die dort auf der Tafel verewigt sind sozusagen.

00:02:42: Und ich freue mich auch, dass praktisch nicht alle Karten wurden verkauft, aber die meisten Karten sind ja offenbar angebracht worden!

00:02:50: Also ich freue mich hier zu sein und ich fühle mich zugleich irgendwie in einer unbehaglichen Situation ein bisschen wie einen Hochstapler, wie jemand der sich so viel vorgenommen hat.

00:03:01: Denn ich soll die Auswirkungen eines Kriegs analysieren irgendwie... Der erstens unerhört komplex ist mit Verästelungen fast über den ganzen Erdball in alle Richtungen hin Und der zweitens auch ja noch nicht beendet ist.

00:03:17: Er geht ja noch weiter und wir wissen ja nicht, wohin das führt.

00:03:19: Und wir wüssten auch gar nicht was es beendet zum Beispiel aus israelischer Sicht bedeuten würde.

00:03:24: Denn selbst wenn dieser Waffengank irgendwie abgeschlossen wird Israel ist der Reiter sozusagen im Krieg.

00:03:28: Israel hat seit seiner Gründung keine einzige Sekunde des Friedens gekannt.

00:03:33: Und Frieden wird erst geben für Israel Wenn es rundherum keine Kräfte mehr gibt Die Israels Existenz nicht akzeptieren.

00:03:41: Und diese Kräften gibt es eben natürlich.

00:03:43: Und in meiner Hochstablerrolle fühle ich mich ein bisschen, da erinnert eine alte Anekdote sich.

00:03:48: Ich kenne die betrifft den legendären amerikanischen Außenminister Henry Kissinger.

00:03:54: Der war in China, in Peking und hat den chinesischen Politikern Schuhenlei getroffen.

00:04:00: Und der Legende nach soll Kissinger den Schuhelei gefragt haben was sind ihre Meinung nach die Auswirkungen der französischen Revolution von siebzehnhundertneunundachtzig?

00:04:10: Und Schuheenlei soll geantwortet haben es ist zu früh um das zu beurteilen.

00:04:14: In einer milderen Version nachweisend Missverständnis und schön leihart geglaubt, er wird gefragt.

00:04:20: Nach den Auswirkungen der Studenten-Unruhen in Paris im Mai' artunsechzig aber das war damals auch schon viele Jahre her.

00:04:27: Und für ihn was zu früh um das zu beurteilen und ich soll etwas beurten, was ja noch gar nicht beendet ist.

00:04:32: Es ist also null Zeit eigentlich vorhanden und ich versuche es dort sehr über der Nullzeitabstand.

00:04:36: Ich will mich auf jeden Fall benügen irgendwie mit der Analyse der Situation Israels Mich darauf beschränken Nicht die ganze Welt darbetrachten.

00:04:43: Sie sind auch schon kompliziert genug Wie Sie wissen, jede Frage die man über Israel stellt kann man beantworten zu versuchen.

00:04:51: und dann gibt es fünf weitere Fragen.

00:04:52: Man kennt sich erst recht wieder nicht aus aber ich will doch versuchen vielleicht ein paar Missverständnisse auszuräumen oder ein paar Aspekte aufzuzeigen, die sie so aus der Distanz nicht mitbekommen haben wie man das vielleicht mitbekommt wenn man dort in der Region ist.

00:05:06: Ich denke in Europa Gibt es da einen gewissen Zwiespalt und eine Zerrissenheit bei der Bewertung dieses Krieges, den wir gerade gesehen haben.

00:05:15: Und der noch nicht wirklich beendet ist?

00:05:18: Und vielleicht eine gewisse Tendenz in dieser Bewertungen?

00:05:20: Denn natürlich auch in Europa weiß man im Iran herrscht ein furchtbares Regime.

00:05:25: islamistische Extremisten die ihre eigene Bevölkerung massakriert haben, die Gegner verfolgen und exekutieren und die Frauen unterdrücken – das ist alles andere als sympathisch und die mag man nicht!

00:05:36: Ja aber auf der anderen Seite Da sind ja auch keine Sympathieträger.

00:05:40: Der amerikanische Präsident Trump, der vulgär ist und aggressiv und den man nicht mag.

00:05:45: Und da sind diese schießwütigen Israelis die immer so empfindlich sind und glauben sich verteidigen zu müssen und dabei immer wieder übertreiben.

00:05:53: Für sie hat man ja auch eine besondere Sympathy eben.

00:05:57: Man hat das Gefühl, man gönnt es irgendwie nicht.

00:05:59: Das heißt wenn es so ist dass vielleicht die USA und Israel gewisse Vorteile erzielt haben dann will man das nicht zu akzeptieren und gönnt ihnen den Erfolg nicht.

00:06:11: Ich würde sagen, mit einer gewissen Schadenfreude und folgt vielleicht diesem Narrativ dem Iranischen, dass da besagten die Iraner haben eigentlich sich durchgesetzt und die Iranern können jetzt diktieren und Forderungen stellen.

00:06:22: Und sie leben in Europa.

00:06:24: ich nicht aber ich habe den Eindruck, dass man da zumindest eine gewisse Equivalenz sieht und wie gesagt nicht unbedingt Die Art und Weise kauft Israel und die USA das Sehen, sondern ein bisschen auch ein bisschen zustimmt oder zustimmen will der Ansicht der Iraner.

00:06:46: Man mag das sehen wie man will aber es gibt trotzdem ein paar nüchterne Fakten.

00:06:51: Und diese Fakte besagen... ...die islamische Republik im Iran ist so schwach wie noch nie zuvor in ihrer Geschichte.

00:06:59: Jetzt werden wir reden nach diesem Krieg, der hoffentlich aber vielleicht beendet ist oder vielleicht auch nicht und ich möchte das an einigen Punkten festmachen.

00:07:07: Der erste Punkt und wir gehen zuerst ins Militärische.

00:07:10: Das ist die Sache mit den ballistischen Raketen Und das war vermutlich der Punkt aus israelischer Sicht.

00:07:16: das Hauptmotiv war in diesen Krieg einzusteigen.

00:07:18: Vielleicht kommt es manchmal anders rüber.

00:07:20: man sieht dass das Nuklearprogramm oder die Gefahrenertom bombe Die Hauptmotibation war Aber akut war das wahrscheinlich nicht so.

00:07:28: Es gab ja schon einen Krieg, wie wir alle wissen im letzten Juni.

00:07:32: Der sogenannte Zwölftagekrieg weil er eben zwölf Tage gedauert hat.

00:07:36: und da in diesem jenem Krieg haben die auch schon die Iraner balistische Raketen auf Israel geschossen und Israel hatte Luftangriffe entgegen gesetzt und ich kürze es ein bisschen ab.

00:07:46: aber die Iranern hatten offenbar vor dem Juni-Krieg ungefähr zwei tausend fünfhundert balistischen Raketen die auf Israel gerichtet waren Und nach diesem Krieg hatten sie viel weniger, weil welche zerstört wurden und welche verschossen wurden.

00:08:00: Und Sie waren hinunter, man weiß alles was ich wieder sagen werde ist immer auch zu hinterfragen, weil es verschiedene Versionen gibt und die genauen Fakten und Zahlen nicht bekannt sind.

00:08:10: aber Sie hatten viel weniger Raketen nach dem Unikrieg.

00:08:13: Weil wir gesehen haben dass die Iraner im Stande waren relativ schnell sozusagen das Nachzuproduzieren.

00:08:19: Und jetzt Anfang diesen Jahres, im Januar Februar hatten wir offenbar einen Stand erreicht, wo die Iraner wieder so viele Raketen hatten – nämlich rund zweitausendfünfhundert – wie vor dem Uni-Krieg.

00:08:33: Und man hat gesehen, die Iranen sind im Stande sich von diesen Schlägen schnell zu erholen und nachzurüsten.

00:08:39: Aber nicht nur das!

00:08:40: Nach israelischen Informationen hatten die Iran ein Programm, nicht nur im Blick sondern schon gestartet auf längere Zeit hinaus zweihundert bis dreihundert solche Raketen im Monat zu produzieren Mit einem Ziel, binnen kurzer Zeit auf bis zu achttausend ballistische Raketen zu kommen innerhalb von ein zwei Jahren.

00:09:01: Und das wäre natürlich aus israelischer Sicht eine unerträgliche akute Bedrohung und auch eine unmittelbarere Bedrohrung als eventuelle Atombombe.

00:09:09: Und über das reden wir dann auch noch.

00:09:11: So eine ballistischen Rakete hat einen Gefechtskopf mit rund dreihundert, vierhundert und fünfhundert Kilogramm Sprengstoff.

00:09:23: Wenn so eine ballistische Rakete, sagen wir mal ein mehrstückiges Haus in Tel Aviv trifft mit einem Volltreffer dann ist dieses Haus weg und alle die drin sind, sind tot auch wenn sie im Schutzrand witzeln.

00:09:37: Wenn die Rakete keinen Volltreifer landet richtet sich auch Schaden an.

00:09:40: In hundert, zweihundert Meter Entfernung von dem Gebäude durch die Druckwelle, durch die herunflingeren Fragmente können auch Menschen gedötet werden.

00:09:48: aber So eine Rakete hat ein Potenzial, sozusagen dieses Haus oder alle Bewohner des Hauses zu vernichten.

00:09:56: Jetzt nehmen wir mal konservativ Geschäste an in so einem mehrstückigen, sieben-achtstreckigen Haus wohnen hundert Menschen wenn ein Volktreffer kommt und Sie haben achttausend Raketen.

00:10:05: Und wie gesagt, Sie hatten einen Plan Ihr Arsenal bin in kurzer Zeit von zweitausendfünfhundert auf achttaussend mehr als zu verdreifachen.

00:10:15: Das war ein reales Ziel.

00:10:17: Achttausend Raketen mal hundert Tote, wenn es lauter Volltreffer gibt.

00:10:21: Das gibt achthundert tausend Tote.

00:10:24: Also ein Potenzial das apokalyptisch ist.

00:10:28: Natürlich!

00:10:29: Es bei Weiten nicht alle dieser Raketen landen einen Volltrefer.

00:10:33: Gott sei Dank und Israel hat natürlich – und das wissen wir vermutlich das beste Raketenabwehrsystem der Welt mit verschiedenen Schichten.

00:10:43: Sie hören am öftersten von dem sogenannten Iron Dome auf Englisch, Kippert-Bachseiler-Febräisch also der eisernen Gupel.

00:10:49: das ist in diesem Zusammenhang nicht relevant weil dieses... Das ist ein System.

00:10:53: wer vom Kurzstreckenraketen die Chamas aus den Gaserstreifen geschickt hat übrigens schwerer abzufangen weil Kurzstreckeneraketen per Definitionen nur ganz kurz unterwegs sind zwei drei Minuten und es ist viel schwieriger dazu reagieren um das abzufangern.

00:11:07: wir reden hier von einem anderen System dass gegen die balistischen Raketen eingesetzt wird.

00:11:11: Das heißt der Februar ist Schätz, also Pfeil in der dritten Generation Aero III.

00:11:18: und da geht es darum, diese balistische Rakete sind Dinge, die hypersonisch, das heißt mit fünf-sechsfacher Schallgeschwindigkeit losfliegen und in einer hohen, eben eine hohe Bahn einschlagen.

00:11:32: Und man schickt ihnen eben ballistische Raketen auch nicht ballistischer Raketen aber auch hypersonische Raketten entgegen um sie in der Luft noch abzufangen.

00:11:39: Und in großer Höhe im besten Fall in ungefähr so bis zu hundert Kilometer Höhe und am bestenfall auch noch außerhalb des israelischen Territoriums also Israel und hat dieses Abwehrsystem.

00:11:51: das ist auch sehr effizient.

00:11:53: Wie gesagt, erstens sind von vornherein nicht alle Raketen die durchkommen.

00:11:56: Natürlich Volltreffer Gott sei Dank und zweitens haben die das Abwehrsystem der Israelis hat eine Erfolgsquote von ungefähr neunzig Prozent was toll ist.

00:12:07: aber wenn neunzig Prozent abgefangen werden es heißt doch dass zehn Prozent durchkommen und sie können großen Schaden anrichten also unter die.

00:12:15: das Kalkül der Iraner war natürlich dadurch dass Sie viele Raketen haben tausende könnten sie über einen längeren Zeitraum täglich einige Hundert abschießen.

00:12:27: Das ging könnte dann wochenlang gehen und das würde dann das israelische Raketenabwehrsystem natürlich überfordern, weil Sie haben ja auch gesehen im letzten Juni kriegt.

00:12:35: man kann mit dem balistischen Raketen Israel ziemlich weh tun und dem wollte Israel zuvor kommen und hat nun dass wahrscheinlich Das Hauptmotiv dafür, dass Israel jetzt mit den USA Ende Februar und im März dann in diesen Krieg gegangen ist um diese akute Bedrohung der Produktion dieser Raketen abzustellen.

00:12:56: Wobei auch besonders wichtig ist es wurden natürlich Raketen auch ballistischer.

00:13:00: Es wurden Raketen der Iraner zerstört solche die schon abschussbereit waren in ihren Rampen solchen die irgendwo gelagert war Und die Iraner hatten auch diesmal wieder offenbar nach dem Krieg von ursprünglich zweitausendfünfhundert, wie wir gesagt haben im Februar.

00:13:16: Jetzt, während wir jetzt sprechen sozusagen, haben auch die Schätzungen gegeneinander.

00:13:20: Es gibt verschiedene Geheimdienstberichte in Amerika, die sagen es wurden nicht so viele Eraketen vernichtet aber man kann davon ausgehen dass die Iraner wiederum nur rund tausend oder etwas weniger sogar Raketen haben.

00:13:31: was aber noch viel wichtiger war bei diesem Krieg ist das Israel darauf hingearbeitet hat zu verhindern, dass diesmal diese Eraketten weiter produziert werden.

00:13:41: Das heißt, eine Großzeit der israelischen Luftschläge galt natürlich einerseits der Raketen aber der isranischen Rüstungsindustrie und der ganzen Kette der Produktion dieser Raketen.

00:13:52: Also Stahlwerke und Petrochemische Werke die Zuliefern, die ganze Lieferkette, die Möglichkeit das zu transportieren.

00:13:58: also eines der Hauptziele aus israelischer Sicht meiner Einschätzung nach obwohl es andere Meinungen gibt war dass man erstens wie gesagt die bestehenden Raketen so weit wie möglich vernichtet.

00:14:08: Aber den Iran daran hindert, die verlorenen Raketen zu ersetzen.

00:14:14: und der Iran hat natürlich Raketen verloren vor allem auch deswegen welche auch vernichtet wurden.

00:14:19: aber er hatte auch welche Verschossen natürlich das ist klar.

00:14:21: Er hat ja hunderte Raketen auf Israel geschossen und er hat auch hundete Raketten auf die arabischen Golfstaaten geschossen übrigens mehr Raketen noch auf die Arabischen Staaten geschosen als auf Israel.

00:14:32: Also noch einmal, die Situation ist so, Iran hat viel weniger Raketen als im Februar.

00:14:38: Deswegen weil er welche verbraucht hat und welche vernichtet wurden.

00:14:41: aber noch wichtiger es ist vermutlich dieses iranische Raketenbauprogramm weit zurückgeworfen worden oder in besten Fall sogar weit zerstört Und das ist mal ein aus israelischer Sicht natürlich gutes Ergebnis und dass der iranischen sich kein so gutes Ergebnis.

00:15:00: Das war das erste Punkt, und der zweite wichtige Punkt ist natürlich das Kernwaffenprogramm.

00:15:06: Der Plan der Iraner eine Atombombe zu haben.

00:15:09: Und davon wurde vielleicht im Laufe des Krieges auch relativ viel gesprochen.

00:15:15: Vielleicht mehr noch als über die balistischen Raketen zumindest außerhalb Israel.

00:15:19: Und jetzt besonders ist es natürlich wieder ein Thema, weil man sich bemüht zwischen USA und Iran diesen Warfvorspielstand irgendwie zu festigen durch ein Abkommen.

00:15:29: Es gibt Förderungen der USA bezüglich Einstellung oder Kontrolle dieses iranischen Atomwaffenprogramms – und die Iraner wollen darauf nicht eingehen.

00:15:40: Damit ist das natürlich einmal ein großes Fragezeichen verbunden Denn der amerikanische Präsident Trump hat ja, wie erinnerlich nach dem Juni-Krieg schon erklärt das iranische Kernwaffenprogramm ist obliterated.

00:15:52: Ist völlig demoliert!

00:15:54: Ist nicht mehr vorhanden?

00:15:55: Ist ausradiert.

00:15:56: und wieso verhandelt man jetzt über ein Kernwaffen-Programm dass ohnehin schon ausradierend ist und widersprichter sich da nicht?

00:16:04: dazu muss man erstens sagen es ist nicht unbedingt ein Widerspruch denn es kann ja etwas schon die verschiedenen Installationen, die der RAN braucht um zu einer Tonbombezug gelangen.

00:16:17: Und das ist vermutlich der Fall, dass die Absicht noch immer vorhandene sein der Iraner das zu erneuen und es wieder zu starten.

00:16:23: Man möchte wenn es so ein Abkommen gibt – es wird wahrscheinlich nicht gelingen vielleicht doch – eben sich dagegen absichern, dass der Iraners es nochmal startet.

00:16:32: Und zweitens hatte, also der Trump, wie er das gesagt hat, bestimmt übertrieben.

00:16:36: Aber es hatte doch einen Kern von Wahrheit, denn man kann mit einiger Sicherheit sagen dass schon nach dem letzten Juni Krieg Das Kernwaffenprogramm Der Iraner weitgehend lahmgelegt war.

00:16:49: Man hat verschiedene Nuklearntrichtungen natürlich angegriffen insbesondere die Anreicherungsanlagen, die Zentrifugen und Es ist ziemlich sicher, dass zum Beispiel schon seit dem Letzten Juni und das ist schon fast ein Jahr, der Iran kein Uran mehr angereichert hat.

00:17:06: Weil er nicht wollte vielleicht unter den jetzigen Umständen aber weil das vielleicht auch nicht konnte.

00:17:13: Das heißt dass das Nuklearprogramm wie es bis zum Krieg im letzten Juni bestanden hat existiert in dieser Form nicht mehr und es würde wahrscheinlich und darüber reden wir noch die Zettelzeitfaktor Jahre dauern es wieder auf den vorigen Stand zu bringen der also im April, dass sich das Iranische Nuklearprogramm aus israelisch total gemein nicht unbedingt im Vordergrund war kann man auch daran sehen.

00:17:41: Dass im jetzigen Krieg die meisten der Luftangreife der Israelis eben nicht Nukleareinrichtungen gegolten haben, sondern verschiedenen anderen Einrichtungen zum Beispiel auch Raketen und anderes.

00:17:56: Genau Informationen gibt es ja nicht.

00:17:58: Wir wissen z.B.

00:17:58: ziemlich sicher dieser Krieg hat am achtundzwanzigsten Februar begonnen mit massiven rollenden Luftangriffen insbesondere der Israelis auf der amerikanischen Flugzeuge und in den ersten Tagen wurde überhaupt keine Nuklearinrichtung angegriffen.

00:18:12: erst am vierten Kriegstag am dritten März hat zum ersten Mal ein Luftangrift der Israelis gegolte einer Nuklearanlage, nämlich in der Tanz wo Anreicherungszentrifugen stehen, standen begraben sind und wo noch einmal der Eingang zu einer Tanze angegriffen wurde.

00:18:28: Und da versucht wurde noch etwas Zusätzliches zu leisten.

00:18:32: aber der Eindruck war man hat im letzten Krieg nicht mehr die Nuklearendrichtungen eingegriffen auch deswegen weil es in dieser Beziehung schon nicht mal so viel zu zerstören gab.

00:18:42: Also noch ein Hinweis darauf, dass dieses iranische Nuklearprogramm ziemlich angeschlagen ist.

00:18:50: Jetzt gibt es noch dieses vielleicht wichtigste nukleare Atu eben der Iraner von dem wir jetzt immer wieder hören die sie berühmten an relativ hoch angereicherte Moranen auf sechzig Prozent.

00:19:03: Das ist noch nicht das, dass für eine Produktion einer Tonbombereiche, da müsste man auf neunzig Prozent anreichen.

00:19:09: aber es ist etwas was jetzt wieder eine große Rolle spielt worüber wir viel hören wiederum bei diesen Verhandlungen oder versuchten Vorschlägen zwischen USA und Iran wo die USA fordern man muss eine Kontrolle haben.

00:19:22: das muss vielleicht aus der Landes gebracht werden und davon hörte man schon während Da kämpfe jetzt wieder ziemlich viel, wo ist dieses Zeug?

00:19:32: und jetzt auch während dieser Verhandlungen eben.

00:19:37: Und die Grundgegebenheit ist dass diese Menge an angereicherten Moralen – wenn es auf neunzig Prozent angereicht wird – theoretisch ausreichen würden um daraus zehn bis elf Atombomben zu machen.

00:19:55: Das klingt beängstige Aber die Betonung ist da eben auf theoretisch.

00:20:01: Das heißt, in der Praxis sieht das ganz anders aus.

00:20:04: Erstens muss man sehen so weit wir wissen sind diese Behälter mit diesem auf sechzig Prozent angereicherten Uran.

00:20:11: Das ist vermutlich in fester Kristalliner Form.

00:20:13: wenn es erhitzt wird kann das dann wieder in Gasform übergehen und könnte dann wieder angereicht werden.

00:20:19: Die sind unter Bergen von Schutt und Geröll begraben, und man kann wahrscheinlich gar nicht dazu.

00:20:26: Das heißt theoretisch ist das im Iran aber die Iraner können es wahrscheinlich nicht in die Hände bekommen.

00:20:32: Wir wissen auch nicht ob es an einem Ort ist oder verteilt auf mehrere Orte Auf Natanz und auf Fordeaux und auf Isfahan Und anscheinend haben die Iraner noch gar nicht versucht es aus der Erde herauszuholen, wo immer es begraben ist.

00:20:46: Und sicher ist das sie Israelis und die Amerikaner da sehr genau hinschauen.

00:20:51: Denn erstens wenn es dann irgendwelche Aktivitäten gibt – und die Iranern wirklich versuchen das rauszusuchen, dann weiß man ja mal wo's isst.

00:20:57: Man könnte das verfolgen entweder versuchen diese sozusagen Ausgrabungsversuche gleich zu unterbinden oder man könnte dann verfolge wo das hingebracht wird und wie das benutzt wird.

00:21:10: Aber wie gesagt, die haben das noch nicht einmal in der Hand.

00:21:13: Aber selbst wenn sie es in die Hand bekämen, das wäre ja noch bei Weitem keine Kernwaffe.

00:21:20: Mit diesen Zeugs müsste man noch viele Schritte machen um daraus wirklich an der Tonbombe zu machen.

00:21:25: Zum Ersten müsste man es weiter anreichern, von sechzig auf neunzig Prozent.

00:21:29: Und dann wären da verschiedene technologische Schritte.

00:21:32: Man müsste das Konversieren in eine metallische Form.

00:21:36: Man musste eine Kettenreaktion designen.

00:21:39: Man müsse natürlich einen Zündmechanismus entwerfen.

00:21:42: Man müsst das montieren auf eine Rakete und so härten und herrichten, dass auch ein Raketenabschuss überstehen könnte.

00:21:51: Denn es wurden ja Gott sei Dank der Geschichte nicht viele Atombomben eingesetzt und die Einzigen Einsatz, die wir kennen, wurden von den Amerikanern in Japan aus Flugzeugenbomben aktiviert.

00:22:00: Eine ganz andere Technologie oder eine ganz andere Herausforderung als es mit einer Rakete eben abzuschießen.

00:22:08: Und also viele Schritte, die noch notwendig wären und nach jetziger Stand kann vermutlich der Iran keinen einzigen dieser Schritte ausführen.

00:22:18: Also erstens haben sie das Material nicht in der Hand wäre das noch ein relativ langer Weg.

00:22:24: Und jetzt müsste man versuchen zu messen, wie lange würde es dauern?

00:22:30: Vor dem Krieg im jetzigen Juni bricht man von Breakout-Time, wo auch eine Verwirrung ist was damit genau gemeint ist.

00:22:36: Break out time meint eigentlich die Zeit, die vergeht von jetzt bis ich genug waffenfähiges, genug angereichertes Uran für eine Atombombe habe.

00:22:49: Verwechselt wird das mit der Zeit, die ich von jetzt brauche um eine fertige Bombe zu haben und wie schon beschrieben ist es eine viel längere Zeit.

00:22:57: Aber wie auch immer was immer man gemeint hat, man sprach vor dem letzten Juni Krieg von einigen Wochen Und jetzt misst sich das Ganze Was immer man unter Breakout-Time genau versteht In Monaten wenn nicht sogar in Jahren.

00:23:12: Das heißt mit anderen Worten Das iranische Nuklearprogramm ist so oder so ziemlich weit zurückgeworfen.

00:23:21: Auch die Aussicht, dass womöglich der Iran in einem Jahr oder zwei Jahren ein Atombombe haben könnte, ist keineswegs sympathisch aber viel sympathischer als die Möglichkeit, dass er schon binnen Wochen eine Atombomme hätte gehabt haben können und insofern wurde eben auch das iranischen Nuklearprogramm zurückgeworfen.

00:23:43: Allerdings, das wird auch manchmal erwähnt, der Iran könnte eine sogenannte Schmutzige Bombe bauen.

00:23:49: Das ist aber wieder etwas ganz anderes, dass es sozusagen israelisch nicht tut wie überhaupt.

00:23:53: Es ist keine existenzielle Bedrohung, eine schmutzig Bombe ist eine primitivere Waffe.

00:23:58: Das beruht nicht auf einer Kettenreaktion und eine atomaren Explosion sondern eine herkirmliche Explosion die radioaktives Material zerstreut was auch sehr unsympathisch ist.

00:24:09: natürlich Allein, wir reden von Israel.

00:24:13: Aus Israel.

00:24:13: noch einmal, bei weit nicht so eine Bedrohung wäre wie eine klassische Erdombombe und vielleicht sogar ... Wir sind hier in Europa wenn überhaupt eine gewisse Bedrohrung darstellen würde für europäische Städte, weil wenn Terroristen vom Iran so eine schmutzige Bombe bekämen die man aus diesen vierhundertvierzig Kilogramm als Grundstoff hergestellt hätte.

00:24:34: Wer das nicht sympathisch aus israelischer Sicht muss man auch sagen keine Gefahr deswegen, weil es kaum vorstellbar wäre das so eine schmutzige Bonbe nach Israel hineingeschmuggelt werden könnte.

00:24:46: Also noch einmal wir wissen nicht ob und wann und wie der Iran sich vielleicht wieder daran machen könnte eine Atombombe anzustreben.

00:24:57: aber man kann mit einiger Sicherheit sagen dass sagen wir mal kurz oder sogar mittelfristig vom Iran im Moment keine nukleare Bedrohung ausgeht.

00:25:06: Und das ist noch einmal eher eine Niederlage für den Iran und eher ein Gewinn für die, die das im verhindern wollten nämlich Israel und die USA.

00:25:15: Abgesehen davon bleiben doch bei Militärischen.

00:25:18: es gibt auch den Aspekt der konventionellen Armee an und für sich und auch da.

00:25:24: in diesem Krieg wurde ohne Zweifel die Armee des Iran Bestandten, die es gab oder nicht gab sehr schwer beschädigt.

00:25:33: Von vornherein gab es keine iranische Luftwaffe der ran hatte keine Kampfflugzeuge sie haben fast von keinen luftkämpfen zwischen iranischen Flugzeugen einerseits und amerikanischen oder israelischen Flugzeugen andererseits gehört.

00:25:48: Der Iran hatte eine relevante Luftabwehr, Luftabde-Raketen S-三hundert die er von den Russen bekommen hat, die er eben eingesetzt hatte um vor allem seine Nukleaprogramme oder seine wichtigen militärische Einrichtungen auch sein Infrastruktur zu schützen.

00:26:03: Diese Luftabwehr, die man ernst genommen hat der Iraner wurde nach und nach eigentlich demontiert.

00:26:10: Das hat ja schon begonnen falls Sie sich erinnern... Die ersten Konfrontationen gab es schon im Jahr vierundzwanzig.

00:26:15: Es gab zum ersten Mal einen Beschuss mit Traketen aus dem Iran auf Israel in April, vierund zwanzig und noch einmal im Oktober.

00:26:23: Und Israel hat dann jeweils zurückgeschlagen und schon damals wurde die Luftabwehre des Iran ziemlich beschädigt.

00:26:28: Dann nochmal Juni Krieg vor einigen Jahren und jetzt wurden noch einmal die Reste der Luftabwehr, der Iraner.

00:26:36: vermutlich nahm gelegt.

00:26:37: Wir haben nicht gesehen, dass also irgendwelche im Wesentlichen israelischen oder amerikanischen Flugzeuge dadurch in Bedrängnis gebracht worden sind.

00:26:46: und darüber hinaus ja es wurden Drohnenbasen bombardiert Es gab eine...es gibt es gab weiß ich nicht ob es sie gibt oder gab eine iranische Kriegsmarine.

00:26:55: es wurden Fregatten versenkt das wurden iranisch U-Boote zerstört Und natürlich militärische Einrichtungen Im Iran schwer beschädigt sowohl der klassischen als eigentlich regulären als auch die wahrscheinlich noch gefährlichere Armee und die Einrichtungen der sogenannten Evolutionswächter, also Versammlungsorte, Kommunikationsorte und Trainingszentren was auch immer.

00:27:19: Das wurden unzählige Ziele angegriffen im großen Iran.

00:27:23: Und auch da ist dem Iran so einiges abhandengekommen das sozusagen die klassische Hermit betrifft Und das wurde ja auch noch mit zwei Sätzen, aber die größte Errungenschaft habe ich auf den letzten Jahren zurückgeschauen.

00:27:40: Die geopolitische Situation hat über Jahre unerhört viel investiert um das aufzubauen was man in Israel nannte den Feuerring um Israel herum also dieses würgeseil nämlich Die verschiedenen Verbündeten, die der Iran bisher immer für sich hat kämpfen lassen.

00:27:56: Wir reden von der Hamas in Gaza-Streifen und von der Isberlai im Libanon.

00:28:00: Assad im Syrien war ein verbündeter des Iranen, der auch diese Verbindung hergestellt hat – die Waffenlieferung Richtung Libanone und Isberlar.

00:28:11: und der Iran selbst natürlich.

00:28:14: Wobei man auch damit gerechnet hat, dass sie einander beispringen würden.

00:28:17: also zum ersten Beispiel wenn die Hamas am sielten Oktober das gedacht machte was sie gemacht hatte haben die damals bestimmt damit gerechnet ja Chessinouar dass ihnen alle bei springen und helfen auch der Iran selber zum beispiel.

00:28:32: es hat natürlich nicht funktioniert die palästinenser aus dem gaserstreifen die Hamase sind im wesentlichen allein geblieben und umgekehrt.

00:28:38: jetzt als der krieg ausgebrochen ist zwischen Iran, Israel und USA hat Iran vermutlich erhofft das sei der Verbündeten was es von ihnen noch gab.

00:28:48: Im Beispringen würde, die Hezboela hat das bis zu einem gewissen Grad gemacht.

00:28:51: Aber diese Taktik hat letztlich nicht funktioniert und die Situation ist völlig verändert.

00:28:56: Die Hamas im Gaserstreifen ist noch da aber wesentlich geschwächt.

00:29:00: Die Hezbela im Libanon ist da aber Wesentlich geschwech.

00:29:03: Das Assad-Regime in Syrien ist total verschwunden und wie ich schon dargelegt habe vermutlich ist der Iran auch sehr stark beschwägt militärisch.

00:29:11: also dieses ganze... über Jahrzehnte aufgebautes Szenario hat irgendwie aus iranischer Sicht nicht geklappt.

00:29:18: Und dazu, das muss man natürlich auch erwähnen die katastrophale Wirtschaftslage im Iran.

00:29:24: Die haben dort mehr als fünfzig Prozent Inflation, die drucken Geldsteine mit Millionenbeträgen.

00:29:29: Armut, Sanktionen, wachsende Arbeitslosigkeit.

00:29:35: Im Sinne der Verlust all dieser Mediathefesitionen, die man schon getan hat – die medizinische Versorgung im Iran was man hört geht sehr schlecht.

00:29:42: das fehlt an Medikamenten es fehlt an Mitteln und ja vor allem zum Beispiel schon im letzten Sommer wurde im Iran zeitweise das Wasser rationiert Auch deswegen, weil es eine dürrige Klimawandel gab.

00:29:56: Aber auch die Infrastruktur im Iran ist nicht gut.

00:30:00: Das Wasser verloren geht in den Rohalleitungen.

00:30:03: Es wurde der Strom zeitweise abgeschaltet also eine... desolate Lage, was ja auch überhaupt dazu geführt hat.

00:30:10: Dass sich das Volk demonstriert hat, erhoben hat zu Beginn des Jahres, dass dann so brutal unterdrückt wird, aber das war eigentlich der Auslöser oder der Beginn der Kette die zu diesem Krieg geführt haben.

00:30:21: und diese Kartoffels-Aufallewirtschaftslage hat sich ja nicht verbessert sondern im Gegenteil die hat sich natürlich durch diese Kräge auf jeden Fall in Iran verschärft.

00:30:31: Also wenn man sich das alles anschaut, dann muss man natürlich eindeutig sagen, nein so sehen keine Sieger aus.

00:30:39: Wo man sich umschaut dort im Iran funktioniert einiges nicht und ist vieles beschädigt und zerschlagen.

00:30:45: aber es kommt auf die Definition an oder auf das sogenannte Narrativ.

00:30:51: Sie wahrscheinlich und ich im Westen, wir verstehen unter Sieg etwas anderes als fanatische Islamisten.

00:30:58: Die schauen sich dort um – das gilt doch für die Hamas in Gaserstreifen!

00:31:01: – sie sehen vielfachen Tod auch in der eigenen Führung, sie sehen zerstörte Häuser, leidende Menschen, wirtschaftliche Katastrophe.

00:31:10: aber sie fühlen sich halt Sieger.

00:31:11: Und sie sagen selbstbewusst Wir haben gewonnen.

00:31:15: Der Sieg besteht für Sie allein darin dass sie irgendwie Stand gehalten haben diesen ganz starken Mächten USA und Israel.

00:31:22: Und aus deren Sicht haben sie auch schon gewonnen, man kann es für die Hamas so formulieren wenn auch nur ein einziger Terrorist überlebt.

00:31:30: Ein einziger sozusagen sind noch da dann können Sie sich zum Sieger erklären, dann klettert den Hamasmann aus dem Tunnelschacht oder aus dem zerstörten Gebäude und macht das Victorizeichen.

00:31:40: Und sie veranstalten Siegesfeiern, wenn sie sich umschauen ist alles kaputt.

00:31:45: es gibt furchtbare hygienische Verhältnisse, es gehen lauter zerstöhrte Häuser.

00:31:49: aber aus ihrer Sicht ist das eben etwas was ihnen reicht und wohin die Zivilbefolgerung und wie es den Leuten tatsächlich geht sei es im Gaserstreifen oder sei es in Iran relativ egal ist.

00:32:04: jetzt kann man natürlich einen Einwand erheben und dann hört man auch in Israel sehr stark, in der Form von Kritik an der Führung.

00:32:12: Mit der Frage hat man das eigentlich richtig gemacht?

00:32:15: Und hat man eigentlich das Kriegsziel erreicht?

00:32:17: Denn auch in Israe sagt man aber bitte!

00:32:19: Das Regime im Iran ist ja nicht gestürzt noch, die Chamaas im Gaserstreifen gibt es noch, sie können theoretisch noch immer Raketen abschießen Sie sind's noch immer da und damit ist also das Kriegs- Von Israel nicht erreicht, das ist ein Misserfolg für Israel.

00:32:33: Vielleicht war der Krieg überhaupt überflüssig und vielleicht war das so eine Niederlage.

00:32:38: Aber das ist an und für sich ein Missverständnis.

00:32:40: Ich glaube es wie es vor allem außerhalb Israel also rübergekommen ist Denn in keiner Phase wurde das Sturz des iranischen Regimes von Israel als eines der offiziellen Kriegsziele genannt.

00:32:53: ich kenne keine Erklärung, dass beim Ministern Netanyahu oder des Verteidigungsministers Katz, oder des Armeechefs Samir oder von wem immer, wo gesagt hatte wir ziehen jetzt in den Krieg um das iranische Regime zu stürzen.

00:33:07: Das war nicht, dass erklärte Kriegsziel ist auch völlig klar.

00:33:10: kein vernünftiger Mensch kann erwarten, dass allein durch Luftangriffe besonders in einem Land wie Iran aber überhaupt ein Regimewechsel herbeigeführt wird.

00:33:20: es hat's eigentlich in der Geschichte noch nie gegeben.

00:33:22: Es gibt ein einziges, ungefähres Beispiel.

00:33:25: Das ist der Hattobombardomauf von Restjugoslawien was dazu geführt hat dass dann der Kosovo seine Unabhängigkeit bekommen hat und Milosevic dann seine Macht verloren hat oder so.

00:33:38: das wurde nur aus der Luft sozusagen bewerkstelligt.

00:33:40: aber das ist nicht wirklich ein Vergleich und es war von vornherein eigentlich durch Luftangreifen nicht möglich.

00:33:46: Nein!

00:33:46: Das erklärte Kriegsziel war Aus israelischer Sicht eben, wie schon gesagt eigentlich die militärischen Kapazitäten des Iran soweit wie möglich zu schwächen.

00:33:59: und nochmal Sturz des Regimes wurde nie als Kriegsziel genannt.

00:34:02: Und deshalb kann man auch nicht sagen na bitte ihr habt den Krieg verloren weil du das Regime nicht gestürzt habt.

00:34:06: Das ist eine absurde Logik.

00:34:10: Also und diese Schwächung der Kapazitäten des Iran, das wurde glaube ich eben weitgehend erreicht.

00:34:15: Das habe ich versucht dazu zu erklären.

00:34:17: Es ist auch psychologisch wichtig.

00:34:20: es ist dieses Tabu-Iran irgendwo gebrochen Denn über Jahrzehnte hat man hier in Israel gesehen Der Iran da braut sich was zusammen.

00:34:27: Das ist ein radikales Regime, dass eine Atombombe baut.

00:34:31: aber es hat geheißen Man kann es nicht wirklich wagen sich mit dem Iran anzulegen.

00:34:35: Der ist zu mächtig, das ist ein zu großes Land.

00:34:38: Das ist von der Fläche her achtzigmal so groß wie Israel.

00:34:41: Das is sehr dominant.

00:34:42: also man kann es nicht wagen die würden furchtbar zurückschlagen und dass würde furchttbare Folgen für Israel haben bis er nicht gewagt.

00:34:53: Und jetzt ist es ihm doch eingetreten und das hatte, wie schon dargelegt, umgekehrt furchtbare Folgen für den Iran und damit verbunden ist wohl – und das ist auch wichtig aus israelischer Sicht die Abschreckungswirkung, die vermutlich Israel hier erreicht hat.

00:35:07: Ich denke ob man jetzt Israel mag oder nicht mag aber Israel hat sich da als stärkste Militärmacht in dieser Region bewiesen Und was vor allem unglaublich war, war diese Leistung der israelischen Luftwaffe.

00:35:22: So etwas hat es vermutlich noch nie gegeben in der Militärgeschichte.

00:35:25: Also Israel hat über Wochen eine unerhörte Menge von Flugzeugen los geschickt.

00:35:31: Hat gezeigt dass es das über die riesige Distanz machen kann.

00:35:35: Das sind ja Tausendtausendfünfhundert Kilometer.

00:35:37: Das muss man hinfliegen und wieder zurückfliegen.

00:35:40: Da sind viele Stunden des Fluges Technisch wahnsinnig schwierig mit Wiederauftragung in der Luft, koordiniert mit irgendwelchen Bergungsdrupps wenn irgendwer abgeschossen wird oder Aussteigen aus dem Flugzeug dass man den nach herausholen kann.

00:35:52: Auch eine unerhört enge Koordination mit der amerikanischen Luftwaffe.

00:35:58: es heißt so etwas hat es auch in der Geschichte noch nicht gegeben und das würde man noch in den Militärakademie unterrichten das nämlich so fein abgestimmt waren wer wo angreift in diesem großen Gebiet im Iran bis in den Mikro hinein.

00:36:11: Das heißt, dass sogar einzelne Piloten israelische und amerikanische miteinander kommuniziert haben.

00:36:18: Und Informationen ausgetauscht haben oder Erfahrungen ausgetauscht haben.

00:36:21: Also das war schon eine unglaubliche Leistung!

00:36:24: Und noch einmal – das waren tausende Lufteinsätze und Angriffe.

00:36:29: Tausende Ziele wurden anvisiert in hunderten von Wellen über langen Strecken.

00:36:35: Ich weiß nicht, ob es Ihnen aufgefallen ist... Aber Israel hat dabei kein einziges Flugzeug verloren und keinen einzigen Piloten.

00:36:42: Das ist allein technisch, mechanisch eine gewaltige Leistung.

00:36:46: Die Luftluftabwehr der Iraner war eben ohnehin nicht relevant wie wir schon gesehen haben.

00:36:53: aber allein so lange Strecken immer wieder zu fliegen unzählige Flüge und es ist sozusagen nichts passiert.

00:36:59: Das muss man dann mal sagen, das ist eine unglaubliche Leistung und man sich freut über diese Leistungen oder auch nicht.

00:37:04: Und parallel dazu muss man sagen, dass die Kehrseite im militärischen Sinn wiederum war der Iran ja völlig wehrlos!

00:37:11: Der Iran hatte den Militärisch nichts entgegenzusetzen.

00:37:14: er war den israelischen Luftangriffen völlig ausgesetzt.

00:37:17: es war also kein Kampf, Armee gegen Armee.

00:37:21: Der Iran hatte nichts im Nichts entgegenzusetzen und deswegen ist es ihm völlig asymmetrisch geworden.

00:37:27: denn wodurch konnte der Iran sich schon wehren?

00:37:29: durch etwas ganz anderes wie wir wissen nämlich durch Terror.

00:37:33: er konnte nur eine indirekte Terrorwaffe einsetzen.

00:37:36: das eine war natürlich einfach der Raketenbeschuss.

00:37:40: Das Abschießen von vielen ballistischen Raketen insbesondere auf israelische Städte.

00:37:46: Das ist keine eigentliche militärische Waffe, diese Raketen sind unten auch da und dort militärische Ziele zumindest anvisieren.

00:37:54: Ist das eine reine Terrorwaffe, insofern dass sie keinen militärischen Zweck dient?

00:37:59: Sondern nur eben im große Bevölkerungszentren hineinschießt.

00:38:02: In der Hoffnung da möglichst viele Häuser kaputt zu machen und möglichst viele Menschen zu töten.

00:38:07: Und in diesem Sinne ist natürlich selbstverständlich – das wird viel zu wenig erwähnt!

00:38:11: Ich bin kein Jurist aber es ist völlig klar – jede einzelne dieser iranischen Raketen ist das Schulbeispiel eines Kriegsverbrechens.

00:38:20: Denn genau das ist ein Kriegsvorbrechen wenn ich ohne militärische Sinn auf Zivilisten schieße.

00:38:26: Und jede einzelne dieser Raketen ist zu entverbrechen, das ist einmal klar!

00:38:29: Das ist die eine Terrorwaffe gegen Menschen und die andere Terrorwache ist natürlich der bekannte Wirtschaftsterror.

00:38:34: Die Iraner haben sozusagen das glück, das geographische Glück dass in der Nähe dieser Straße von Hormuz sitzen und das haben sie ausgenützt und haben also eine internationale Wasserstraße einen internationalen Handelsweg blockiert und erpressen sozusagen die ganze Welt.

00:38:50: Und was auch interessant ist, das hat eigentlich, sagen wir mal wenn man so auf Israel konzentriert mit Israel nichts zu tun und diese Sperre der Straße von Hormuz könnte Israel, wenn es ganz egoistisch ist völlig wurscht sein.

00:39:02: Denn es schadet Israel nicht.

00:39:03: Israel kriegt sein Erdöl aus einer ganz anderen Richtung als Aserbidjan über den Pipeline oder die Türkei

00:39:08: usw.,

00:39:09: also Israel hat genug Öl Und die Amerikaner selbst haben ja auch genug Erdöl.

00:39:13: Sie leiden auch darunter, dass der Ölpreis gestiegen ist und das Benzin an der Tankstelle dauerig geworden ist oder dass der Wirtschaftsschade.

00:39:21: aber eigentlich Leidtragenden, die da abreißt werden sind, die Europäer- und Asiatenkina, das nicht genug Erddöl bekommt.

00:39:28: also der Iran setzt weil er nichts anderes hat natürlich Aber skrupellos und selbstverständlich.

00:39:34: diese Terror war für einerzeit völlig asymmetrischer Krieg hier militärische Mittel und auf der anderen Seite dagegen Deramite.

00:39:42: Gibt es also umgekehrt große Siegesfeiern in Israel?

00:39:48: Nein, natürlich nicht!

00:39:49: Es gibt überhaupt keine Euphorie.

00:39:52: Es gibt absolut gemischte Gefühle.

00:39:55: Es gab eine gewisse Überraschung eigentlich als Trump dann doch relativ plötzlich – das war glaube ich am achten April die Waffenruhe verkündet hat und gesagt, jetzt stellen wir mal die Eingriffe auf den Iran ein.

00:40:08: Und versuchen irgendwie neben einem Abkommen eine Waffe in Ruhe einzuhalten und das durch einen Abkommen irgendwie zu festigen.

00:40:16: In Israel war man überrascht, wo man hätte gar nicht überrasch sein dürfen denn von vornherein hatte man hier gerechnet dass das zwei Wochen dauern würde drei Wochen und dass Trump das dann abpfeifen würde.

00:40:27: er sagt genug aber es hat doch sechs Wochen gedauert.

00:40:33: War man dann irgendwie zunächst überrascht und man wusste nicht genau, wie man sich da zu stellen sollte.

00:40:38: Auf der einen Seite gab es bei den israelischen Menschen natürlich eine unerhörte Erleichterung.

00:40:42: Man war so müde!

00:40:43: Man hatte genug die Wirtschaft hat gelitten Es waren Menschen eingezogen Die Betriebe konnten zum Teil nicht funktionieren Denn es konnten nur Betrieber aufrechterhalten werden, wo es genug Schutzräume für alle Mitarbeiter gab.

00:40:54: Die Schulen waren geschlossen, Kinder waren zu Hause Selbstverständlich das wurde schon erwähnt Ja, die Flüge sowieso mit dem Tourismus gibt's eh schon lange nicht.

00:41:03: Und vor allem, wenn man völlig müde von diesen Raketenalarmen jede Nacht einmal, zweimal, dreimal aus dem Bett raus und mit den Kinder aus dem Bettzehren usw.

00:41:12: Man hatte genug.

00:41:13: Man wollte Normalität einerseits.

00:41:16: Auf der anderen Seite hat man auch das Gefühl gehabt... Ein bisschen schade, denn die Armee hätte vielleicht noch ein, zwei, drei Wochen gebraucht um dem Iran von seinem Kriegsspielzeug und seinen Plänen noch mehr kaputt zu machen.

00:41:30: Und noch mehr Zeit zu gewinnen den Iran noch mehr zurückzuwerfen.

00:41:36: schon ein bisschen, manchmal das Gefühl in Israel oder viel sagten das auch so.

00:41:40: Wir hätten diese Situation mit den ständigen Raketenalarmen auch noch einen zwei drei Wochen ertragen und diesen Preis bezahlt um dadurch zu gewinnen noch mehr Ruhe.

00:41:50: oder an den Iran nochmal die militärischen Kapazitäten des Iran noch mehr zu schwächen.

00:41:55: Das hat einer auf die Formel gebracht der frühere israelische Verteidigungsminister Joav Galand.

00:42:00: Der hat das so formuliert Jeder weitere Tag Krieg bringt uns in Israel ein weiteres Jahr Ruhe.

00:42:10: Das ist natürlich nur, so zu sagen, etwas über Spitz formuliert und natürlich ist es nicht so das Krieg jetzt vierzig Tage Ruhe bringen – wir wissen überhaupt nicht was es bringt – aber das war ungefähr die Haltung oder das Gefühl in Israel.

00:42:26: Um das zusammenzufassen ja natürlich, das Regime im Iran ist noch da.

00:42:32: Wir werden das nicht los.

00:42:33: Andere haben kapituliert, sogar die Nazis haben irgendwann kapitultiert und die Japanen haben irgendwann Kapitulation.

00:42:39: Aber diese Menschen, diese Mulars des Regimes Iran ist ideologisch nicht so gestrickt, dass es irgendwann kapitoliert, ihnen ist die Katastrophe... Der eigenen Bevölkerung, das Leiden der eigenen Bevölkerungen wie wir gesehen haben nicht doch völlig egal.

00:42:53: Sondern sie sind auch im Stande auf den Straßentausende und Zehntausende der eigenen Bevölkerung zu massakrieren.

00:42:58: Sie haben weiter die ideologische Absicht wahrscheinlich eine Atomwambe zu bekommen.

00:43:02: Sind wahrscheinlich noch stärker motiviert weil sie gesehen haben dass ja eigentlich nur die Atombombe genügend Abschreckungs- Wirkung hätte um sie in Zukunft vor den Israelis unter den Amerikanern zu beschützen.

00:43:18: Stellen Sie sich jetzt vor, also wirklich die Iraner hätten in diesem Konflikt zum Beispiel schon der Atomwambe gehabt.

00:43:26: Wahrscheinlich hätte man den gar nichts anhaben können und wir haben gesehen mit welcher Brutalität sie vorgehen und das wäre natürlich eine furchtbare Gefahr.

00:43:34: Es gibt ja von jeher zwei Denkschulen im Blick auf den Iran oder von Seiten von Experten über dem Iran, die einen sagen ja es ist nicht gut wenn Iran eine Atombombe haben aber selbst wenn sie sie bekommen.

00:43:51: Die werden ja nicht so verrückt sie wirklich einzusetzen Sie werden doch relativ pragmatisch, sie würden ja sehen dass hier einen eigenen Untergang damit herbeiführen.

00:44:00: Also es wäre gar nicht so schlimm.

00:44:03: und die andere Denkschule sagten, nein das ist überhaupt nicht so.

00:44:06: Das sind ganz fanatische Ideologen, die sind erstens kämpfen sie für...das ist ja das Ziel der islamischen Republik für die Ausbreitung des Islams und auch dazu für die ausbreitung der schiitischen Version des Islames der erst zurückkehren wird, wenn es zuerst Chaos und Vernichtung kommt.

00:44:26: Und dann ein Krieg gewonnen wird.

00:44:28: Und die würden sehr wohl nach dieser Denkschule auch eine iranische Atombombe einsetzen.

00:44:35: Das ist natürlich sowieso eine Gefahr für die ganze Welt!

00:44:40: Auch für Europa wahrscheinlich, sicher wenn sie dann die entsprechenden Raketen auch dazu entwickelt würden.

00:44:45: Aber für Israel wäre es natürlich die besondere Gefahr weil Israel konkret gedroht wird mit der Vernichtung und wenn dann Israel in der ersten Reihe stünde.

00:44:54: also die Zwischenbilanz ist natürlich das Regime ist noch da und wir wissen nicht wo das hingeht Die iranische, die Uhr, die berühmte, die tickt weiter.

00:45:04: Sie wissen wahrscheinlich es gibt so... ...die Uhr auf dem Palästinaplatz in Teheran.

00:45:12: Das geht zurück auf den Ayatollah Khamenei der Vater,... ...der nicht beunter uns weilt oder in der Hölle sitzt.

00:45:19: Ich weiß nicht wo er gerade sitzt.

00:45:20: Der hat im Jahr zwei Tausend Fünfzehn prophezeit, dass im Jahr Zwei Tausende Vierzig Israel untergehen wird!

00:45:26: Und darauf hat man auf einem großen Platz hinterheran eine digitale Uhr hingestellt, die den Countdown macht und den Count down macht bis zur Vernichtung Israels darunter zieht.

00:45:38: Diese Uhr gibt es offenbar noch immer!

00:45:41: Also die warten noch immer auf die Vernichtung Israel.

00:45:44: Und umgekehrt wird Israel weiter warnen und wird seine Interessen versuchen zu wahren, wenn es dazu in so einem Abkommen kommt.

00:45:51: Es steht ja vorläufig, im Moment wird vieles so zurecht auch verbunden mit dem Namen von Netanyahu weil er am lautesten und am häufigsten in den letzten Jahren und Jahrzehnten gewarnt hat vor der iranischen Bombe und auch weil er einfach in dieser Zeit wo das eine akutere Gefahr geworden ist pro mehrminister war werden auch mit Unterbrechungen.

00:46:09: aber es haben eigentlich alle israelischen Premierminister schon seit den frühen, nineteenhundert neunziger Jahren.

00:46:15: Seit Arabien immer wieder gewarnt vor dem iranischen Nuklearprogramm und gesagt da muss man etwas tun versucht die Welt wach zu rütteln.

00:46:23: das ist nur sehr langsam gelungen.

00:46:24: ich weiß nicht wie die Welt es jetzt sieht.

00:46:26: man ist konfliktscheu und wir wissen nicht wo das hinführt.

00:46:31: Das ist die jetzige Situation.

00:46:33: Wie gesagt habe ich schon einleitend gesagt man weiß eh nicht was hingeht und das ganze wirklich berechenbar.

00:46:39: Ich fühle mich ein bisschen erinnert und ich komme jetzt zum Schluss an den Libanon Krieg von ziemlich genau zwanzig Jahren.

00:46:50: Das hatte nicht diese Dimension wie mit dem Iran, aber damals hat auch Israel die Hezbollah im Libanon bekämpft, die auf Israel geschossen hat.

00:46:59: Damals war sogar Bodendrucken drin.

00:47:01: Es wurde als ein Krieg geführt und nach diesem Krieg gab es in Israel saure Gesichter, weil man gesagt hat wir haben diesen Krieg ja nicht wirklich gewonnen und die Hezebela ist noch immer da und wir haben das schlecht geplant und wir waren nicht genug ausgerüstet und vielleicht hätten wir den Krieg gar nicht führen sollen.

00:47:16: Und die Chips Bella feiert ihren Sieg, weil sie nur irgendwie überlebt hat.

00:47:21: Aber was war danach?

00:47:22: Danach hatte Hispela, siebzehn Jahre lang, kein einziges Mal mehr auf Israel geschossen.

00:47:29: Sie haben erst wieder im Jahr zweitausendundzwanzig nach dem siebten Oktober, nämlich am achten Okteber am Tag danach zum ersten mal unter Hamas zu Hilfe zu kommen, wenn auch in begrenzten Umfang, wieder auf Israel geschlossen.

00:47:41: Also mit diesem ausisraelischen Sicht damals nicht sehr erfolgreichen Krieg hatte man sich immerhin siebzen Jahre Ruhe vom Libanern aus erkauft.

00:47:50: Wir wissen nicht wieviel Jahre der Ruhe Man sich jetzt erkauft hat, dadurch dass eben das balistische Raketenprogramm zurückgeworfen wurde.

00:47:57: Das ist ein Nuklear-Programm hoffentlich zurückgeworfen wurde.

00:48:00: aber jedes Jahr der Ruhe ist natürlich ein Segen und jedes Jahr da ruhe ist auch irgendwo ein Zeitfenster wo sich vielleicht doch die iranische Bevölkerung gegen dieses Regime erheben kann und vielleicht dieses Regime zum Sturz kommt.

00:48:15: Und wenn dieses Regim zum Sturtz gekommen sein wird, wird man sich vielleicht überlegen können wie viel diese Kriege jetzt von zwanzig fünfundzwanzig sechsundzwantzig zu diesem Sturzt beigetragen haben werden.

00:48:26: Ich danke Ihnen!

Über diesen Podcast

Im Mena-Talk sprechen Persönlichkeiten aus Medien und Politik, Kunst und Kultur, Wissenschaft und Wirtschaft über politische und gesellschaftliche Themen, die das Team von Mena-Watch bewegen. Der Themenbogen ist weiter gespannt als bei den Analysen auf der Website des Thinktanks.

Eine Produktion von Mena-Watch. Der unabhängige Nahost-Thinktank veröffentlicht täglich Nachrichten sowie Analysen und Kommentare renommierter Experten und Autoren zu aktuellen Entwicklungen im Nahen Osten und Nordafrika. Ein Team von Politikwissenschaftlern, Historikern und Autoren garantiert die inhaltliche Substanz und Faktentreue jeder einzelnen Veröffentlichung. Mehr auf www.mena-watch.com.

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