Der unabhängige Nahost Think-Tank
00:00:00: Mina Watch, der unabhängige Nahost-Think Tank.
00:00:09: Willkommen zu einer neuen Folge von Mina Talk!
00:00:11: Mein Name ist Yasmin Arimi ich bin Journalistin bei MENA Watch und unser heutiger Gast ist Bakhan von Vadi Organisation in irakisch Kurdistan.
00:00:24: Wir haben bereits mit einigen Mitgliedern und Mitarbeitern gesprochen, und heute wollen wir über die wichtige Arbeit von Vadi vor Ort sprechen um dies genauer zu beleuchten.
00:00:34: Bahan, vielen Dank dass du heute bei uns bist.
00:00:38: Könntest Du Dich zu Beginn dem Publikum kurz vorstellen?
00:00:41: Und Deine Rolle bei Vadi beschreiben?
00:00:44: Ja, vielen Dank dass ich hier sein darf.
00:00:47: Und ja mein Name ist Bakhan und ich arbeite schon seit fast zehn Jahren für Wadi.
00:00:54: Tatsächlich habe ich bei Wadi als Übersetzerin angefangen, als ich dazustief aber wir haben lange Zeit an dem Projekt zusammengearbeitet wo ich bei wadi als Supervisorin tätig war und Kampagnen und Projekte geleitet und verwaltet habe.
00:01:12: Zudem ist es eine der Vorgehensweisen und festen Richtlinien von WADI, das im irakischen Kurdistan aktiv ist.
00:01:19: Dass die Projekte initiieren und diese dann versuchen bestmöglich lokal anzupassen um exakt den spezifischen Bedürfnissen der dortigen Bevölkerung gerecht zu werden.
00:01:30: Wir arbeiteten also an diesem Projekt in Kurdistan In Gebieten wie Germian, Baranya und Erbil Und das schon lange bevor ich dazukam.
00:01:40: Es war ein umfangreiches Vorhaben, dass sich über diese Regionen erstreckte.
00:01:45: Und dann so ab dem Jahr zwei Tausend Neunzehn haben wir den Prozess angestoßen eine lokale Organisation zu gründen, um sie voll und ganz lokal aufzustellen also sie komplett zu einer eigenständigen lokalen Einheit zu formen.
00:01:59: Und nun operieren wir als ATVI.
00:02:01: das ist das Projekt von Wadi, das wir in diesen Gebieten umsetzen Allerdings jetzt als eigenständige lokale Organisation, die fest in der Region verwurzelt ist.
00:02:11: Und wir sind alle ... Wir sind allesands Einheimische aus der Gesellschaft vor Ort.
00:02:16: sogar unsere Teams vor Ort stammen aus ihren eigenen Städten und Dörfern so dass sie die lokalen Probleme gut kennen wissen wie Sie richtig reagieren und auch wie Sie effektiv mit den Menschen kommunizieren und Beziehungen aufbauen können.
00:02:31: Im Augenblick leite ich also die Organisation Advi und bin weiterhin als Supervisorin für Wadi tätig.
00:02:40: Nun ja, so hat sich meine Arbeit ein Genick verschoben und verlagert!
00:02:44: Und das ist es, was ich momentan hauptsächlich mache – und womit ich mich beschäftige?
00:02:49: Der Grund für meine heutige Einladung war einen positiven Einfluss aufzuzeigen.
00:02:54: Ziviles Engagement ist da, denke ich, einer der größten positiven Effekte die ihr in der Region erzählt habt.
00:03:01: Könntest du mir vielleicht erklären was aktive Bürgerschaft für dich persönlich bedeutet und das insbesondere auch im Kontext des Nordirak?
00:03:11: Ich denke als aktive Bürger bei uns im Nahen Osten und besonders im Irak sind die Menschen die meiste Zeit über sehr pathiv, wenn es um Themen und Probleme geht, die sie persönlich betreffen und einen direkten Einfluss auf ihr Leben und ihre Lebensumstände nehmen.
00:03:30: Wir neigen dazu, die Schuld stets anderen zuzuschieben oder uns über die auftretenden Probleme zu beklagen Aber dabei fühlt es an jeglicher Interaktion im realen Leben ohne einem echten Versuch etwas zu ändern.
00:03:43: Die Idee der Bürgerschaft ist also Wie kann man sein Leben wieder in die Hand nehmen?
00:03:48: Oder wie kann sich der Themen, die einen Betreffen annehmen und gewissermaßen Teil davon sein.
00:03:55: Doch viel mehr Teil der Lösung werden?
00:03:58: oder wie man sich erneut für die Angelegenheiten einsetzen kann, die in der Gesellschaft geschehen.
00:04:04: Im Irak herrscht also dieses tiefe Misstrauen zwischen staatlichen und nichtstaatlichen Akteuren Also zwischen der Bevölkerung und der Regierung.
00:04:14: Es gibt zum Beispiel ein Witz in Kurdistan, der besagt.
00:04:17: Wenn die Regierung befiehlt Hühnchen zu kaufen wird am nächsten Tag niemand mehr Hühnenchen kaufen.
00:04:24: Sie alle haben Widerstand gegen die Regierung und sehen sie nicht als integralen Bestandteil ihrer Gesellschaft oder Gemeinschaft.
00:04:32: Sie betrachten sich nicht als einen Bestandteil Ihrer Gesellschaft Denn unsere Erfahrungen mit den Regierungen und dem Saddam-Regime haben dazu geführt, dass die Menschen, die mächtigen Beamte oder Polizisten keineswegs als ihre Verbündeten ansehen.
00:04:50: Wie betrachten sie als ihre Feinde?
00:04:53: Wenn man also ein Regime oder eine sehr gewalttätige Kraft in seinem Land erlebt hat ist es euphastschierig eine Meinungsänderung zu bewirken oder umzudenken.
00:05:03: Wicher!
00:05:03: Die Macht mag sich ändern oder das Regimen wechseln Doch für die Menschen ist es keineswegs einfach, ihre Verhaltensweisen oder Ansichten grundlegend zu ändern.
00:05:14: Oder ihre Perspektive auf Macht und die Regierung wirklich zu wandeln.
00:05:18: Es ist also sehr schwer für uns, die Regierung oder Beamte oder Machthaber als jemanden zu sehen der Versuch zu helfen.
00:05:26: Wir sehen sie stets als jemandem an, der eher – wie soll ich sagen?
00:05:30: vor dem wir Angst haben sollten oder den wir irgendwie wissen Sie nicht vertrauensvoll gegenüberstehen.
00:05:37: Deshalb ist zum Beispiel für uns die Kampagne zur Förderung der aktiven Bürgerschaft sehr wichtig.
00:05:43: Es ist absolut entscheidend, diese Art von Perspektive zu ändern und den Menschen zu verdeutlichen, dass sie ein integraler Bestandteil einer Diskussion sein können, aktiv am Wandel mitwirken können und ebenso Teil des Netzwerks und der Dynamik sein können ,die sich gerade im eigenen Land entfaltet.
00:06:31: Ja!
00:06:32: Ich meine, wenn Sie ein Projekt initiieren, endet es sobald Ihr Projekt beendet ist.
00:06:38: Doch wenn man versucht möglichst viele Menschen einzubinden und ihnen zu verdeutlichen dass dies für sie ist und sie die treibende Kraft des Wandels sind – sie können nicht einfach auf magische Weise eine Situation oder Denkweise ändern.
00:06:53: Wir müssen daran teilhaben um nachhaltig die Gesellschaft zu verändern.
00:06:57: Deshalb waren diese Kampagnen schon immer mit den Menschen, von den Menschen aus in Bedürfnissen der Menschen und dafür da dass die Menschen die Verantwortung dafür übernehmen.
00:07:08: Wir haben zum Beispiel fast fünfzehn Jahre lang eine Kampagne gegen FGM geführt.
00:07:15: Die ganze Kampage war so das wir als ihr das erste mal merkt, dass es FGM gab, gab es eine riesige Zahl von verstimmelten Frauen.
00:07:24: Etwas, das so tief in unserer Gesellschaft verwurthelt ist zu ändern, ist sehr schwer.
00:07:29: Das geschieht nicht einfach mit nur einem Projekt!
00:07:33: Die Menschen glauben nicht daran oder man ändert nicht die Denkweise dieser Leute, die Traditionen der sie seit vielen Jahren folgen.
00:07:40: Dass Parfiers nicht einfach nur weil man es will oder ein eier- oder zweijähriges Projekt hat?
00:07:45: Das funktioniert eben nicht einfach so.
00:07:48: Man muss es den Leuten nahe bringen, damit diese ihre Denkweise ändern können.
00:07:52: Sie müssen verstehen welchen persönlichen Lupfen das Projekt für sie birgt, warum es für ihre Zukunft von solcher Bedeutung ist und wie es auch nach Abschluss des Projekts langfristig weitergeführt werden kann.
00:08:05: Und genau das haben wir getan indem wir versucht haben jeden einzelnen Teil der Gesellschaft einzubinden der beispielsweise mit FGM zu tun hat von Frauen über Molas und Hebammen bis hin zu Fachleuten.
00:08:19: Aus Mediensicht war das Thema so präsent, dass es in jedem Winkel der Gesellschaft, in jedem Fernsehen auftauchte.
00:08:26: wirklich alle redeten darüber.
00:08:29: Sprünge zu heute!
00:08:30: Wenn wir über FGM sprechen, lochen die meisten Leute einfach nur.
00:08:34: Es ist wie.
00:08:35: wer praktiziert noch FGM?
00:08:38: Und man sagt, das is kein Thema mehr.
00:08:42: Die Leute sprechen jetzt auf öffentlichen Plattformen, auf Facebook darüber was früher völlig unvorstellbar war.
00:08:49: Ob man es befürwortet oder dagegen ist doch öffentlich auf einer Plattform darüber zu sprechen.
00:08:55: das war undenkbar.
00:08:57: Und dies jedoch zu ermöglichen musst du es den Leuten geben und bestmöglich anpassen an die Art wie sie es annehmen.
00:09:12: Man muss es lokalisieren, sodass es ihre Sprache ist.
00:09:15: Ihre Leute!
00:09:16: Ihr Kampf!
00:09:17: Und sie müssen die Sache selbst in die Hand nehmen um eine Wende oder neue Sichtweise zu bewirken.
00:09:24: Versucht das Konzept
00:09:25: auch
00:09:25: die Beziehung zwischen den Menschen und dem irakischen Staat zu ändern von Untertanen zu Bürgern?
00:09:32: Ja,
00:09:32: ich meine wir haben wirklich... Wir arbeiten mit vielen wie ich bereits sagte, mit Teilen der Gesellschaft.
00:09:39: Mit Beamten und auch mit den Bürgern zusammen!
00:09:43: Wir haben also ein langjähriges Verständnis und Vertrauen zu den Menschen Und unsere Teams sind in der Gemeinschaft bekannt.
00:09:51: Also wir wissen von beiden Seiten sowohl vom Bürgermeister auf der Ebene der Stadtverwaltung bis zum Gouverneuren bis hin zu dem Polizeibeanten und den Leitern der Abteilungen Bescheid.
00:10:03: Meistens sind dies auch Menschen, die aus ihrer eigenen Gesellschaft stammen.
00:10:07: Sie möchten gerne helfen – und zwar konkret weil in auftretenden Problemen!
00:10:10: Die Leute haben auch Beschwerden.
00:10:12: Es geht darum diese zwei Bereiche zu verbinden Staat-und Nichtstaat Und auch die Bräufer der Zivilgesellschaft ist entscheidend Weil sie manchmal einfach untergeht oder nicht ausreichend beachtet wird.
00:10:25: Was ist deine Rolle in der Gesellschaft und die des Bürgers?
00:10:28: Die Rolle des Abteilungsleiters?
00:10:31: Für uns geht es also nur darum, herauszufinden wie man Menschen miteinander verbindet und wie man eine gemeinsame Basis für sie finden kann um voranzukommen.
00:10:40: Zum Beispiel hatten wir letztes Jahr ein Projekt das speziell für unsere Bauern konzipiert wurde Und diese Menschen, unsere Landwirte wussten tatsächlich nicht dass es in ihrer eigenen Gemeinde eine spezielle Abteilung gibt die eigens für sie eingerichtet wurden die Abteilung für landwirtschaftliche Vorschriften.
00:11:01: Und diese Abteilungen bieten die meiste Zeit Schulungen an, führen Qualitätskontrollen durch und verfügen über etwas Ähnliches wie Wir sind für ihre Dienste da!
00:11:11: Die Bauern wissen nicht einmal dass diese Abteilung überhaupt existiert so sehr sind sie davon abgekoppelt.
00:11:17: Für uns ist es also immer von großer Bedeutung diese Verbindung darzustellen und den Startpunkt eines Netzwerks zu bilden.
00:11:25: Und die meiste Zeit, wenn wir sie an einem Ort versammeln beispielsweise bei einem runden Tisch sind Sie alle auf derselben Seite und verfolgen die gleichen Ziele.
00:11:34: Sie streben dasselbe Ziel an haben gleiche Probleme aber wissen nicht wie sie kommunizieren sollen und wie was eigentlich ihre Verantwortlichkeit ist.
00:11:44: Ein weiteres Beispiel war als wir in einem Problem arbeiteten Drogenmissbrauch in der Region.
00:11:50: Garmia Gamyan ist quasi ein strategischer Ort in Kurdistan.
00:11:54: Da es sowohl an den Iran, als auch am Zentral Irak grenzt und zudem an die kurzischen Gebiete angrenzt.
00:12:00: Es ist somit ein wichtiger Knotenpunkt in der Region.
00:12:03: Sie haben also Verbindungen zu den irakischen Govanimors und zur Kurdistan sowie eine sehr nahe Grenze zum Iran was es zu einem besonders wichtigen und strategischen Ort macht.
00:12:15: daher haben sie ein Problem mit Drogen und damit dass Drogen durch ihre Regionen transportiert werden Und Dienst kam von der Polizeibehörde in Kala, die sich an unsere Teams wandte und mitteilste, dass es ein Drogenproblem gäbe.
00:12:28: Die Menschen in der Gegend nun viel Drogen konsumieren – was wir dagegen tun sollten!
00:12:33: Wir mussten tatsächlich auch nicht zurecht, dass sie mit dieser Situation anfangen sollten.
00:12:37: Wir haben dann versucht mit einer Diskussionsrunde zu beginnen um über das Problem zu sprechen.
00:12:43: Wo stehen wir?
00:12:44: Was können wir
00:12:45: unternehmen?".
00:12:46: Und so luden wir dazu, Abteilungsleiter, Chefs von Polizeibehörden, Ärzte eines allgemeinen Krankenhauses sowie Psychologen und Universitätslehrer ein um an dieser wichtigen Diskussion teilzunehmen.
00:13:02: Für alle als wir anfingen zu reden sprachen die über den genau dasselbe Problem und wie ernst die Lage wirklich war ja wie intensiv die ganze Situation ist doch sie waren sehr isoliert und ahnungslos was vor sich ging.
00:13:15: Die Polizei wusste nicht, was im Allgemeinen Krankenhaus geschah.
00:13:19: Journalisten waren auch eingeladen und sie waren.
00:13:22: Sie sprachen über das Problem und beschwerten sich dass die Medien... ...die Polizei gewährte den Medien keinen Zugang zu Daten- und wichtigen Informationen Und dann beschwerte sich die Polizei, dass die Medien ihre Arbeit nicht machen.
00:13:35: Also Aufklärungsprogramme zu schaffen wird einen guten Einfluss auf die Gesellschaft zu haben.
00:13:41: Der springende Punkt ist also, dass sie alle wirklich Sie alle sind Teil der Gesellschaft in der gleichen Lage, leiden unter dem gleichen Problem aber extrem voneinander getrennt.
00:13:54: Sie streben das selbe Ziel an und arbeiten darauf hin.
00:13:57: Doch es mangelt Ihnen an Kooperationen!
00:13:59: Das zeigt wie verrückt es ist wenn man an einer solchen Podiumsdiskussion teilnimmt.
00:14:05: Wie?
00:14:06: Das lässt sich sehr leicht mit ein zwei oder drei Treffen beheben.
00:14:10: Regelmäßige Kommunikation und Transparenz alleine würden da schon ausreichen.
00:14:16: Und ich denke, für uns war das durch die Bürgerschaftskampagne eine der Sachen, die wir auch als zivilgesellschaftliche Akteure herauszufinden versuchten.
00:14:25: Was ist unsere Rolle?
00:14:27: Wir können nicht immer die alleinige Lösung sein oder für jedes einzelne Problem ein passendes Projekt haben.
00:14:32: Das ist schlichtweg nicht realisierbar.
00:14:35: Für uns geht es darum, die verbindende Kraft zu sein oder zu versuchen diese unterschiedlichen Akteure zusammenzuführen damit sie aktiv an der Bildung von Komitees und Netzwerkenteil haben können.
00:14:47: So wird gefährleistet, dass selbst wenn unser Projekt abgeschlossen ist oder ein Problem auftaucht das wir nicht direkt lösen können es Wege gibt und eine Möglichkeit wie diese Leute herausfinden können.
00:14:59: Wie sie wissen Sie zusammenarbeiten können um gemeinsam auf das selbe Ziel hinzu arbeiten.
00:15:05: Also ich denke, für uns als zivilgesellschaftliche Organisation ist der Wandel von der Art wie wir früher Projektbasiert arbeiteten zu der Art, wie wir uns jetzt als Basisbewegung anpassen müssen eine grundlegend andere Art von Arbeit.
00:15:20: Das erfordert ein tiefes Verständnis und einen umfassenden Wandel.
00:15:25: Eine Veränderung der Projekte und eine Veränderungen der Pläne.
00:15:30: also versuchen auch wir so viele Möglichkeiten und so viel Einfluss wie nur irgend möglich für diese Art der Interaktion zu schaffen.
00:15:40: Oder
00:15:40: auch einfach, verschiedenen Sektoren und Gesellschaftsbereichen klarzumachen dass sie eine Einheit sind und alle gemeinsam daran arbeiten die Situation zu verbessern.
00:15:54: Jedes Mal wenn ich an einem Workshop oder einer Diskussionsrunde teilnehme oder wir eine Veranstaltung organisieren bin Wie viele verschiedene Ämter, Regierungsabteilungen, Ministerien und Gesetze existieren von denen wir absolut nichts wissen.
00:16:10: Es ist wirklich erstaunlich!
00:16:12: Sogar ich.
00:16:14: Ich arbeite nun seit zehn Jahren für die Organisation.
00:16:17: Das ist mein Beruf Und ich bin nach wie vor erstaunt.
00:16:21: Stellen Sie sich vor jemand dessen Job das nicht ist eine ganz normale Person die sich Sorgen macht um die was sie auf den Tisch bringt, sowie die Herausforderungen, die sie mit ihren Kindern erlebt.
00:16:34: Also wir müssen wirklich daran arbeiten!
00:16:37: Ich denke das ist im Moment eine der Säulen, die uns noch fehlen und wir müssen genau daran noch sehr intensiv
00:16:44: arbeiten.".
00:16:46: Wie sind Ihre finanziellen Strukturen denn so aufgebaut?
00:16:49: Ich habe gelesen dass das niederländische Konsulat in Erbil ihre Programme schon seit mehreren Jahren unterstützt Doch inwiefern beeinflusst dies manchmal all eure Planung und eure Risikobereitschaft über das gesamte Jahr hinweg?
00:17:05: Eine Weckqualität von Wadi, die sie in der Region so erfolgreich und besonders macht ist ihre langfristige Denkweise.
00:17:11: Sie planen und addieren stets mit Blick auf die Zukunft was ihnen eine einzigartige Stärke verleiht.
00:17:16: Sie nehmen nicht einfach beliebige Projekte an.
00:17:18: darum geht es nicht.
00:17:20: Noch ist ihre Strategie, nur ein Projekt hierher zu bringen und umzusetzen.
00:17:24: Sie haben eine Langzeitvision und sie haben einen Ziel aber eine langfristige Vision zu haben.
00:17:33: Ein Ziel zu haben!
00:17:34: Und eine Sache selbst in die Hand zu nehmen, um einen Wandel in der Gesellschaft zu bewirken.
00:17:40: Das passiert nicht in ein oder zwei Jahren.
00:17:42: Man muss zehn, fünf, zwanzig Jahre arbeiten, um etwas zu verändern.
00:17:47: Wadi arbeitet seit mehr als dreißig Jahren in Irakisch-Kurdistan und hat es geschafft, gesellschaftliche Überzeugungen zu verändern.
00:17:56: Das geschah jedoch nicht durch ein einzelnes Projekt – zwei oder gar drei Projekte!
00:18:03: durch die Realisierung zahlreicher Projekte, in dem man aktiv in der Gesellschaft wirkt und sich darum bemüht ein wahres Appel dieser Gesellschaft zu repräsentieren.
00:18:13: Und nicht bloß das wiederzuspiegeln was die Geldgeber fordern oder erwarten!
00:18:18: Das ist als Organisation sehr schwierig wie Organisationen und die Finanzierung funktionieren Denn man versucht immer sich an das anzupassen was die was die eigene Gesellschaft braucht.
00:18:34: Und am allerwichtigsten ist es herauszufinden, wie man das, was die Gesellschaft braucht mit dem verbindet, was den Geldgeber benötigen.
00:18:42: Denn die meisten der Geldgebers wissen oft nicht einmal wo der genaue Standort auf der Landkarte ist an dem man gerade tätig ist.
00:18:50: Stellen Sie sich also nur vor sie versuchen das zu ermöglichen.
00:18:55: Es ist möglich ein langfristiges Projekt zu bekommen wenn es nicht mehr so aktuell ist.
00:19:01: Zum Beispiel FGM, wie gesagt!
00:19:04: Wir arbeiten lange daran – doch das ist nicht immer aktuell.
00:19:08: Auf internationaler Ebene gibt es stets eine höhere Priorität für andere Dinge.
00:19:12: Es gibt weitere Kriege die überall um Einhörung stattfinden.
00:19:15: Manchmal gibt es reichlich Mittel aber oft werden die Gelder so stark gekürzt dass man keine Finanzierung für sein Projekt mehr findet.
00:19:24: Meistens finanzieren wir unsere Projekte selbst.
00:19:27: Das bedeutet nämlich, wir kennen die Wichtigkeit dieses Projekts.
00:19:33: wie zum Beispiel wegen SGM wurden wir oft gefragt warum arbeitet ihr immer an SGM?
00:19:40: Warum arbeitet ihr nicht dann etwas anderem?
00:19:42: oder gibt es kein anderes Problem?
00:19:45: Es gibt lüchtigeres als FGM?
00:19:48: Ja!
00:19:48: Es gibt immer wichtigere und andere Dinge die Projekten und Finanzierungen brauchen Aber FGM ist immer noch ein Problem und wir sind die einzige Organisation, die kontinuierlich daran arbeitet.
00:20:00: Und wenn wir aufhören?
00:20:01: Wer redet dann darüber?
00:20:03: Bei Projekten- und Gesellschaftsthemen ist es so.
00:20:07: Hört man auf drüber zu sprechen, taucht das wieder auf!
00:20:10: Die Wurzel ist da – sie ist in eurer
00:20:12: Gesellschaft.".
00:20:13: Wie bei uns in der Rania-Region.
00:20:16: Wir sind so, zum Beispiel ist Rania eine dieser Gegenden die eine sehr umkämpfte Zune für FGM war.
00:20:24: Selbst jetzt haben wir immer noch Fälle in Rania.
00:20:28: Wir mussten glaube ich die letzten beiden Jahre pausieren auf Grundmangel in der Finanzierung.
00:20:34: Als wir dann in die Region zurückkehrten stieg die Rate der FGM wieder deutlich an.
00:20:39: Ich glaube die Geldfieber verstehen das manchmal einfach nicht wie sie dem hier laufen.
00:20:43: Auch wenn die Zahlen niedrig sind oder man glaubt, dass dieses Problem sein Ende findet – weil Traditionen taucht es immer wieder auf und eine Arbeit ist dort noch lange nicht beendet.
00:20:56: Selbst wenn FGM zu einem Ende kommt gibt es immer noch Menschen, die Opfer dieser Praktik sind und unter den Folgen leiden.
00:21:04: Es gibt Überlebende, deren Leid und deren Probleme nicht einfach so aufhören!
00:21:10: Deswegen denke ich, dass die Finanzierung immer eine der größten Schwierigkeiten darstellt.
00:21:15: Besonders wenn es um die langfristige Sicherstellung von mit hin geht.
00:21:18: Wenn ihr einen fünf- oder zehnjahres Plan vorstellt werdet ihr dafür niemals die notwendigen Gelder erhalten.
00:21:25: doch genau das bewirkt Wandel.
00:21:28: Fünf, zehn, fünfzehn, zwanzig Jahre so entsteht die Veränderung.
00:21:34: Meistens verlangen Geldgeber jedoch, dass man ihnen bereits nach nur zwei Jahren konkrete Ergebnisse und Veränderungen bezüglich dieser Thematik vorweisen kann.
00:21:43: Aber ich versichere Ihnen!
00:21:44: Innerhalb von zwei Jahren mag zwar Veränderung geschehen doch es ist nicht das was sie sich tatsächlich darunter vorstellen.
00:21:51: Es ist nur ein kleiner Stolperstein auf eurem Weg.
00:21:54: Es ist aber nicht das große Ganze Nicht das Ende, das ihr wirklich wollt oder braucht.
00:22:00: Ich denke also, bei der Finanzierung geht es einfach darum dass wir viel über die Langlebigkeit gesprochen haben.
00:22:08: Und wenn Leute über den Einfluss von Wadi und denen unseres Teams sprechen und über das Vertrauen, dass die Menschen in uns setzen dann liegt das nicht daran, dass wir besser sind oder unsere Arbeit besser machen als jemand anderes.
00:22:22: Es ist einfach die lange Anstrengung, Die Leute vertrauen darauf, dass wir auf ihre Bedürfnisse eingehen anstatt ihnen irgendein Projekt aufzudrängen und dass wir ihnen gegenüber authentisch sind.
00:22:38: Und ich denke das ist es was Wadi von anderen Organisationen abhebt sie authentisch und verhaftig Sie in Bezug auf die angesprochenen Themen sind und sie folgen nicht einfach nur blind irgendwelchen Trends oder dem was international an Geldern zur Verfügung steht und gefördert wird.
00:22:56: Das ist nicht unser Weg.
00:22:59: Genau da versuchen wir, so gut es nur irgendwie geht die Stimme der Menschen zu sein auf ihre Anliegen einzugehen und an Themen zu arbeiten, die bei den Menschen wirklich Anklang finden und sie bewegen.
00:23:11: Die Leute werken gerne darüber reden, anstatt dass man es ihnen aufzwingt und versucht.
00:23:17: Neben FGM und Bildung engagieren Sie sich in einigen Regionen auch für Recycling-Systeme Veranstalten Wasserschutzworkshops und führen Aufräum-Aktionen mit Tülern und Freiwilligen durch.
00:23:30: Was hat sie am meisten überrascht, wie die Gemeinden auf diese Umweltaktivitäten reagieren?
00:23:36: Gerade jetzt, wo wir alle mit den Auswirkungen des Klimawandels konfrontiert sind – und das überall auf der Welt!
00:23:42: Und wir hörten in einem anderen Interview, dass es im irakischen Kurdistan heutzutage im Sommer richtig heiß ist.
00:23:50: Welche Erfahrungen haben Sie diesbezüglich gemacht?
00:23:53: Ja... Im Bereich Umwelt ist das ein wirklich großer Teil unserer Arbeit und ich denke, es war wiederum eine direkte Antwort auf die Bedürfnisse der Gesellschaft.
00:24:05: Und wenn die Sommer im Irak eintreffen wird er immense Bedarf an umfassenden Klimaplänen und einem detaillierten Klimaanpassungsplan in Kurdistan offensichtlich!
00:24:15: Und dies ist eine direkte Antwort auch die dreckenden Bedürfenisse der Menschen vor Ort – und wenn man zum Beispiel mit einer.
00:24:24: Wir haben nämlich Seminare und Aktivitäten mit fast allen Teilen der Gesellschaft.
00:24:29: Wenn man mit Frauen spricht, haben sie Probleme die mit der Umwelt zusammen.
00:24:32: Wenn mal mit Kindern
00:24:33: spricht
00:24:34: wenn man mit Bauern redet oder sogar mit Regierungsbeamten dann spricht man über Pläne für die Zukunft.
00:24:41: so haben Sie sie.
00:24:44: wiederum haben sie die gleichen Probleme.
00:24:46: im Sonner herrscht jeder Stadt und jedem Haus scherze.
00:24:49: ich steht Wenn ich über ein Thema spreche, wie man ein Gespräch beginnt, wenn man Freunde besucht.
00:24:56: A relative or someone you are not very connected with As a conversation starter.
00:25:02: I always joke In summer.
00:25:04: You can also begin with House the situation here in your house Or in your neighborhood Because at that moment when we talk about water issue Everyone has so much to say about it.
00:25:16: Jeder Haushalt hat damit zu kämpfen Und es ist einfach für alle Ein-Gesprächsaufhänger.
00:25:20: Wir sind der Gesprächsaufhänger für die Leute.
00:25:23: Also, lasst uns!
00:25:24: Wir gehen einfach in die Dörfer zu den Schulen, zu den Lehrern und zu allen anderen Menschen, die dort leben.
00:25:30: Wir reden einfach.
00:25:32: So gut an unsere Kampagne.
00:25:34: Einfach über die Straßen reden und was dort geschah... Was hat sich für Sie geändert?
00:25:38: Was sind Ihre Probleme?
00:25:40: Darauf reagieren wir.
00:25:42: Ich denke eines der allerersten Recycling-Projekte im gesamten Kurdistan wurde ebenfalls von Wadi in Fleben gerufen Denn überall, in jedem Winkel eines Viertels oder auf einer Mülldeponie ist alles voll von Plastik und es türmen sich Müllberge auf.
00:25:59: Aber niemand scheint sich wirklich Gedanken darüber zu machen.
00:26:04: Es ist einfach da!
00:26:06: Es ist ein Problem über das wir uns ständig beklagen aber es gibt keine Veränderungen Und wir erwarten immer, dass eine größere Macht oder eine stärkere Kraft unsere Probleme behebt.
00:26:18: Aber das ist einfach nicht realistisch!
00:26:20: Wir wollen also Auch wenn es nur im kleinen Rahmen geschieht, die realistische Lösung sein und praxistaugliche Modelle dafür anbieten wie man all diese Herausforderungen angehen kann.
00:26:31: Und so begann unser Recyclingprojekt.
00:26:34: Es war eine Initiative, wie wir in Halapia ins Leben riefen um auf riesige Plastikberge zu reagieren, die einfach unbehandelt und ungenutzt blieben.
00:26:43: Das gilt nicht nur für Halapian Doch man muss irgendwo den Anfang finden.
00:26:48: Und herabja ist mit seiner Geschichte von Chemieangriffen und der Gewalt, die nicht bloß den Menschen sondern ebenso der Umwelt angetan wurde, der optimale Ort dafür.
00:27:00: Und herauszufinden wie man ein Recyclingzentrum startet, ist auch etwas das man erstmal begreifen muss Denn man hat keine Maschinen kein Sammelsystem oder?
00:27:12: Man braucht einfach so etwas wie.
00:27:15: Das ist noch eine weitere Antwort auf Ihre vorangegangene Frage.
00:27:20: Man braucht Jahre, um herauszufinden wie man ein Projekt leitet, wie man eine Maschine beschafft und wie man sein Sammelsystem effektiv zum Laufen bringt, wen man dafür kontaktiert und wie die Menschen dazu bewegen können ihren Umgang mit Abfall zu verbessern und zu ändern.
00:27:40: Man braucht also Zeit, um das herauszufinden.
00:27:43: Und wir brauchten Zeit, uns das zu verstehen und unser erstes Recyclingzentrum in Halapia aufzubauen was ein sehr erfolgreiches aber auch sehr kniffliges Projekt war!
00:27:54: Wir werden jede einzelne Schule – ja wirklich jede – aufsuchen.
00:27:59: In Stadtteile an Behörden, Regierungsstellen, um es einzuführen und zu erklären wie es funktioniert und warum man seinen Abfall trennen sollte, und ihn nicht einfach willkürlich irgendwo hin entsorgen.
00:28:11: Es geht darum das Bewusstsein zu schärfen und die Notwendigkeit zu vermitteln.
00:28:17: Wir machen ihnen begreiflich dass Abfall eine Quelle für Einkommen und auch ein wertvoller Rohstoff sein kann in etwas Nützliches zu ändern.
00:28:27: also Ich meine, das war ein sehr erfolgreiches Beispiel dafür wie man ein Modell implementiert damit es in anderen Regionen des Landes nachgebildet und an unterschiedliche Gegebenheiten angepasst werden kann.
00:28:42: Und es muss nichts Ausgefallenes sein!
00:28:45: Man muss es nur in der eigenen Gesellschaft mit den eigenen Leuten, den eigenen Handwerkern herausfinden.
00:28:50: damit so ist es anpassbar.
00:28:53: Es ist also nicht einfach etwas, wofür man riesige Geldmittel benötigt oder sich nur die Regierung darum kümmern kann.
00:29:00: Sondern Bietbürger und Menschen, die Angelegenheit selbst in die Hand nehmen können.
00:29:04: Und wenn man das einem Schulkind, das zur Schule geht vorstellt, können sie sich die Reaktion wirklich kaum vorstellen?
00:29:10: Das ist noch nie da gewesen!
00:29:13: Das ist etwas völlig Neues für Sie.
00:29:16: Und wie stolz Sie doch sind, wenn Sie erkennen dass Sie etwas bewirken oder verändern können.
00:29:22: Und selbstverständlich streben wir danach, dieses erfolgreiche Modell auf andere Regionen Kurdistanz zu übertragen und dort zu implementieren.
00:29:31: Aktuell betreiben wir zwei weitere Recycling-Zentren.
00:29:35: Eines befindet sich in Kifri und das andere in Duhok – genauer gesagt in den dortigen jesidischen Lagern!
00:29:45: Ja, ich glaube es war tatsächlich diese Woche ein Seminar mit den Unternehmen die im Auftrag einer Gemeinde für die Müllentsorgung in Kurdistan zuständig sind.
00:29:59: Wir haben die Arbeiter und die Leiter ihrer jeweiligen Abteilungen in unser Recyclingzentrum eingeladen.
00:30:05: Dort haben wir Ihnen unser Zentrum und unsere Arbeitsweise detailliert vorgestellt.
00:30:10: Und stellen Sie sich vor, wie überrascht diese Leute waren das so etwas im kurigen Gebiet überhaupt existiert?
00:30:17: Und dass sie auch jemanden haben der seine Arbeit wirklich ernst nimmt denn meistens wenn man über jemanden spricht der mit Müll zu tun hat Sie haben unter den Leuten nicht wirklich den allerbesten Ruf, das muss man so sagen.
00:30:31: Sie also ernst zu nehmen und ihnen Seminare anzubieten sowie mit Ihnen zu sprechen eröffnet Ihnen eine wirklich frische und neue Perspektive selbst wenn sie sich schon sehr lange mit dieser Thematik auseinandersetzen muss.
00:30:47: Und Ihr Job ist eben ganz unten wissen Sie in der Gesellschaft?
00:30:55: sehr dankbar.
00:30:58: Und es zeigt auch wieder, dass wir als Gesellschaftsteile enger zusammenrücken und uns besser miteinander vernetzen können – wodurch wir unsere Bindung stärken und neue Wege für Gemeinschaft und Zusammenarbeit erschließen.
00:31:10: Manchmal kann eine Lösung die von einer zivilgesellschaftlichen Organisation der Gemeinde und den Bürgern kommt, eine größere Wirkung entfalten!
00:31:21: Indem sie alle verbindet, wird das Thema nicht nur zu einem kommunalen sondern zu einem gesamtgesellschaftlichen Problem erklärt.
00:31:30: Und so!
00:31:32: Ja ich meine selbst beim Umweltthema gibt es viel darüber zu reden und zu diskutieren.
00:31:39: Ein weiteres Projekt an dem wir ebenfalls zwei Jahre uns sogar noch länger gearbeitet haben ist dieses.
00:31:44: hier war der Bau eines Modellhauses Das zeigen sollte, wie ein ganz normales Haus in Kurdistan umweltfreundlich gestaltet werden kann.
00:31:55: Um Energie zu sparen und somit die Umwelt zu schonen.
00:32:02: Wir versuchen Installationen einzuführen, die zu einem umweltfeindlichen Leben beitragen Und die Häuser sind in Halabja & Kifri.
00:32:16: Es hat so etwas wie einen Dachgarten.
00:32:20: Auch das gab es früher oft in Kurdistan, weil ich glaube die Menschen früher waren im allgemeinen umweltfreundlicher.
00:32:29: Und das haben wir in der Vergangenheit oft gesehen.
00:32:33: Wir besaßen Höfe und sogar Dachgärten auch wenn es keine professionellen Dachgerden waren sondern nur mit Hochbeten Töpfen und so!
00:32:46: Wir waren stets von Grün umgeben.
00:32:51: Jetzt mit dem technologischen Wandel und den immer weiter wachsenden Städten sowie den kleiner werdenden Wohnräumen ändert sich dies erneut.
00:33:00: Es verschlechtert sich sogar, anstatt sich zu einer besseren Lebensweise zu entwickeln.
00:33:05: Wir machen einen Rückschritt also zu zeigen wie man Grünflächen in seinem Haus schafft Und wie wichtig Grün Flächen im Hause sind An einem Ort wie dem Irak der eine sehr Hotspot und auch für die Umwelt, da es zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern zählt.
00:33:25: Also versuche wir erneut ihnen aufzuzeigen wie sie zu einer bäferen Lebensweise finden können Und der Dachgarten ist eine Methode um beides zu fördern Zum einen die Vermehrung grüner Flächen und zum anderen die Anstrengungen unseren Energieverbrauch zu reduzieren.
00:33:44: Wir haben auch Isolierung für Wände.
00:33:47: Ein Grau-Wassersystem ist eines der Merkmale, weil ich mich wirklich gespannt bin wie die Leute es aufnehmen und versuchen es zu adaptieren.
00:33:56: Besonders in Kifri denn in Halapia also in Kurdistan hat jede Region ihre spezifischen kleinen Probleme, die manchmal nicht auf andere Regionen übertragbar sind.
00:34:07: In Halapcha zum Beispiel gibt es kein so ausgeprägtes Wasserproblem wie es im Kifry der Fall ist Aber in Kifri ist es sehr schlimm, weil es dort heißer ist und ihr Wasser ist auch sehr salzig wegen des ganz besonderen, sehr starken Temperaturanstieg im Sommer erlebt.
00:34:29: Besonders in Kiefri verfügen wir über ein Wassersystem genauer gesagt einen Grau-Wassersystem das darauf abzielt Grauwasser zu sammeln und so zu filtern dass es für alltägliche Aufgaben verwendet werden kann.
00:34:43: Es ist nicht trinkbar, aber man kann damit seine Pflanzen gießen und es zum Putzen verwenden.
00:34:51: Allgemein!
00:34:52: Also... Als wir Anfang dieses Jahres das Musterhaus in Halapia eröffneten haben wir wiederholt Leute eingeladen Und die waren wirklich verblüfft und fragten sich ernsthaft Ist so etwas hier in Kurdistan wirklich umsetzbar und realistisch?
00:35:08: Ich meine Das war ja.
00:35:10: ich glaube das war Im Juni, wenn ich mich nicht täusche ohne Ventilator oder Klimaanlage im Haus zu wohnen und es war immer noch gut bewohnbar.
00:35:22: Die Leute waren wirklich sehr überrascht dass so etwas überhaupt passieren konnte.
00:35:31: Wenn man den Leuten das so vorführt sind sie wirklich erstaunt wie eine scheinbare einfache Veränderung oder kleine Anpassungen ein derart enorm Einfluss haben kann.
00:35:43: Wie ermutigen sie, die kommende Generation ihre Stimme zu erheben?
00:35:47: Fragen zu stellen und sich aktiv an der demokratischen Beteiligung zu üben.
00:35:52: Damit Sie selbstbewusst Ihre Meinung äußern – und mitwirken können!
00:35:55: Und Sie arbeiten ja auch in den jesidischen Lagern.
00:35:58: Gibt es da Unterschiede oder ist das alles quasi ein Projekt?
00:36:02: Vielleicht könnten Sie uns darüber etwas erzählen.
00:36:06: Wir bei Vardia und EDVI sind auf ein ganz besonderes Projekt, auf das wir sehr stolz sind den Spielbus.
00:36:14: Der Spielbus ist ein Bus voller Spieldachen und Spiele.
00:36:19: Wir bringen ihn zu den Kindern, unsere Teams beaufsichtigen sie.
00:36:24: so können die Kinder einfach nach Herzenslust spielen und ihre Zeit genießen.
00:36:28: Ich denke bei Kindern braucht man genau wie bei Erwachsenen eine Art Gesprächsbeginn damit Sie einem wirklich vertrauen und sich mit einem unterhalten Und ich denke, der Spielbus ist für uns genau das passende Werkzeug dafür.
00:36:43: Wir bringen ihn zu den Kindern!
00:36:45: Wir spielen mit ihnen und wir unterhalten uns.
00:36:48: Beim ersten Mal sind sie so aufgeregt, denn für die Kinder in manchen Dörfern ist es tatsächlich das erste mal dass die mit Spielen- und Spielzeugspielen dürfen – und das wird jemandem, der nicht gewalttätig ist sondern in einer absolut sicheren Umgebung.
00:37:04: Das ist also unser allererster Versuch eine Interaktion mit den Kindern aufzubauen, um ihnen eine schöne Zeit zu bereiten.
00:37:13: Ihre Zeit so zu verbringen, dass es ihnen Freude bereitet.
00:37:18: Und erst danach initiieren wir jegliche Gespräche die sich stärker auf Bewusstsein ihre Rechte und die anstehenden Probleme konzentrieren.
00:37:28: Denn ich glaube ist es sehr wichtig.
00:37:31: wenn man an einen Ort in ein Dorf oder eine Gemeinschaft kommt kennen sie einen nicht?
00:37:37: Also wegen des Rufs von Organisationen, ich glaube überall.
00:37:40: Aber besonders im kurdischen Gebiet da sind die Leute.
00:37:43: Meistens wenn sie dich und seine Projekte nicht kennen sehen Sie dich als Außenseiter, nicht als Teil ihrer Gesellschaft.
00:37:51: Sie sehen in dir niemandem dem sie vertrauen und sich öffnen können.
00:37:55: Manchmal denken sie, sie hätten die Polizei dabei um sie zu verhaften Wenn sie etwas tun das ihnen nicht gefällt oder falsch ist.
00:38:03: also denke ich Für uns ist der Spielbus der Türöffner für Gespräche und die Kinder öffnen sich meist sofort, kommen auf uns zu und sprechen über ihre Probleme noch bevor wir eine einzige Sitzung mit ihnen abgehalten haben.
00:38:19: Und die meisten unserer Projekte mit Kindern haben so angefangen.
00:38:23: Zum Beispiel haben wir eine Antige Waldkampagne an Schulen ins Leben gerufen.
00:38:28: Es begann damit dass wir mit den spielenden Kindern sprachen.
00:38:34: Warum nur?
00:38:35: Sie sprachen mit den Teammitgliedern und fragten, warum behandelt ihr uns bloß so.
00:38:40: Warum seid ihr nur so nett zu uns?
00:38:42: Unser Lehrer hat uns immer nur geschlagen.
00:38:44: Nur!
00:38:47: Er schimpft uns nur aus.
00:38:49: Ihr seid so nett könnt ihr bitte mit meinem Lehrer sprechen damit er auch so wird wie ihr?
00:38:55: eine unserer Kampagnen In den Schulen fing es so an, dass Kinder uns baden mit ihren Lehrern zu sprechen.
00:39:03: Und genau so begannen wir dann in die Schulen zu gehen und sowohl mit Lehrern als auch Schülern unter Verwaltung zu sprechen Mit den Mitarbeitern und den Eltern der Schüler zu erörtern wie man zu einer wirklich gewaltfreien Schule wird.
00:39:18: Ich denke bei Kindern ist das einfach so.
00:39:21: Sie sind sehr transparent.
00:39:26: sie wissen nicht ob Man vertrauenswürdig ist oder nicht, aber sie haben diesen Instinkt einfach.
00:39:33: Wenn man sich gut behandelt und Sie merken, dass man ihm zuhört dann kommen Sie auf einem Zug und Sie sehen das auch.
00:39:42: Wir wählen es und kommen und ich denke, dass es für uns einfach... Es wäre wichtig ist die Kinder wieder.
00:39:53: wie Bürger werden diese Kinder einfach vernachlässigt.
00:40:00: Also es gibt im eigenen Heim und auch von der Gesellschaft wenig Unterstützung erhalten.
00:40:08: Es gibt nicht viele Aktivitäten für sie.
00:40:12: Es gibt nicht viel Raum für Sie darüber zu sprechen.
00:40:14: Sie werden nicht ernst genommen, Ihnen also einfach einen Raum zu geben und zu reden und zu spüren dass auch sie Menschen sind mit ihren eigenen Rechten, Ihren eigenen Ideen und das die Zukunft der Gemeinschaft und der Gesellschaft auf ihnen ruht.
00:40:31: und was wir hinterlassen ihnen gewidmet ist Das Thema und allem Schlechten.
00:40:37: Sie verstehen das also, und möchten ein Gesprächenteil nehmen wenn man sie wirklich ernst nimmt.
00:40:43: Deshalb starten wir denke ich immer mit Spielen und Spaß um dann in den nächsten Sitzungen und Besuchen darüber zu sprechen und zu sehen worüber sie reden möchten und ob es etwas gibt dass sie ansprechen wollen.
00:40:56: Und dann führen wir sie behutsam an Umweltthemen und ihre Bedeutung heran in einer vereinfachten Version im Bezug auf die Gesetze, die sie betreffen ihre Rechte als Kind.
00:41:12: Und wir gehen in Schulen und auch einfach in normalen Nachbarschaften, in Görfer setzen uns einfach mit ihnen auf dem Boden und sprechen über ihre Probleme und unterhalten uns mit ihnen.
00:41:22: Ich glaube eine der Fragen war wie sich das von dem unterscheidet was in den jesidischen Lagern passiert?
00:41:30: Ich bin nicht so stark direkt vor Ort in die jesidischen Initiativen involviert, aber unsere Partnerin Jinda arbeitet schon lange mit ihnen zusammen.
00:41:40: Und nach dem was ich weiß und durch meine Besuche und die Gespräche die wir mit ihm geführt haben ist es einfach!
00:41:47: Wir haben ja einen Spielbus für die Jesiden doch deren Anliegen unterscheiden sich stark von den Problemen die wir hier haben.
00:41:54: Und ihre derzeitigen Probleme im Augenblick ergeben sich daraus dass die irakische Regierung diese Flüchtlinge zurückschickt in ihre Heimat.
00:42:07: In ihrer Heimat und dort ist es nicht lebenswert, auch hier in der irakischen Region Kurdistan ist das nicht lebendswert.
00:42:15: Ihre Dienste sind sehr begrenzt und auch ihre Zukunft dort ist sehr ungewiss.
00:42:24: Es ist also sehr schwer für sie sich sicher zu fühlen normal im Leben zu haben.
00:42:33: Wir versuchen, ihnen für eine begrenzte Zeit so viel wie möglich ein Gefühl von Normalität zu geben indem wir Spiele und Spielzeug zu ihnen bringen damit sie spielen und einfach Kinder sein können nicht immer sich sorgen um die Zukunft und die Gesundheit und die Familie zu machen.
00:42:53: Und was werde ich morgen tun?
00:42:55: Wo war Ich?
00:42:56: Wo werde ich Morgen leben?
00:42:59: Für uns geht es also darum, Ihnen ein normales Leben zu ermöglichen und einen Raum zu schaffen in dem Sie über Ihre Probleme sprechen können.
00:43:08: Durch unser Projekt reagieren wir darauf, denn die meisten unserer Kampagnen spiegeln wieder was die Kinder uns erzählt haben.
00:43:15: Und eine andere Kampagne ... vor zwei Jahren war es doch recht der Kind!
00:43:25: Es begann damit, dass die jesidischen Lager-Schulen geschlossen wurden wegen der Regierungsanweisung und es war eine Kampagne dafür für die Kinder das Recht haben Bildung zu erhalten.
00:43:42: Dass sie das Recht auf Gesundheitsdienste und auch sauberes Wasser haben.
00:43:48: also eine.
00:43:50: Eine weitere unserer Kampagnen ging von den Problemen der Kinder aus und versuchte, darauf zu reagieren.
00:43:56: Ihre Partner bieten Schulungen zur Rechtshilfe Frauen- und Jugendrechten
00:44:00: an –
00:44:01: auch für Gerichte, Regierungsbüros oder Krankenhäuser.
00:44:06: Können Sie uns sagen, welche die häufigsten Wissherständnisse bezüglich der rechtlichen Frauenrechte sind, denen sie in ihrer Arbeit begegnen?
00:44:13: Wir versuchen in unseren Teams immer eine Anwältin zu haben, damit sie wissen wie Sie die Frauen rechtlich beraten oder ihnen erklären können, wie sie mit rechtlichen Problemen umgehen wollen.
00:44:24: Und wie Sie sagten wir haben eine enge Zusammenarbeit und Partnerschaft mit einer Organisation hier in Soleil Mania, die sich für Rechtsansprüche einsetzt – und ich denke unsere Erfahrung zeigt besonders in ländlichen Gebieten dass die meisten Frauen ihre Rechte nicht kennen!
00:44:41: Wie sind sich Ihre Rechte und der Gesetze nicht bewusst?
00:44:45: Und wenn Sie mit einem solchen Problem konfrontiert werden, erwarten sie nicht dass diese Angelegenheit auf einem legalen Weg bearbeitet und einer Lösung zugeführt wird.
00:44:55: Es wird immer... es wird unter Familien oder zwischen den Familien geregelt.
00:45:03: Wir haben daher keine Ahnung wie so etwas überhaupt denkbar ist.
00:45:11: Sie haben nicht viel Wissen über diese Probleme, diese rechtlichen Fragen.
00:45:16: Für uns ist es also wie gesagt ein Teil unserer Arbeit wenn wir in Dörfer reisen und wissen dass dort viele dieser Probleme bestehen das wir die Gesetze im Kurdistan bekannt machen nämlich das Gesetz gegen familiäre Gewalt Das Gesetz gegen weibliche Genitalverstümmelung Kinder und sogar das Gesetz bezüglich Missbrauch sozialer Medien und Drohungen.
00:45:44: Für sie ist auf daher ein Gespräch, dass wir einfach wie jedes andere beliebige Thema präsentieren.
00:45:50: Wir sprechen darüber!
00:45:52: Und meistens wenn wir über die Rechtsansprüche sprechen zum Beispiel das Kind bei sich zu haben oder der Ehemann nach der Scheidung und was die eigenen Rechte sind, wenn es um Scheidungen und solche Dinge geht.
00:46:10: Nach den Seminaren weil es ihnen meistens unangenehm ist unter ihren Gleichgesinnten Freunden und Verwandten darüber zu sprechen fragen sie um Rat Und unsere Teammitglieder geben Ihnen Ihre Nummern, damit Sie später darüber sprechen und versuchen können sie zu beraten wie Sie vorgehen oder wie Sie damit umgehen sollen.
00:46:38: Dies trifft auf die Dörfer zu, doch auch in den Städten.
00:46:42: Selbst dort ist es keineswegs einfach seine Probleme auf rechtlichen Wege zu regeln da der Ruf eines Mädchens das sich an ein Gericht oder eine Polizeidienststelle wendet leider beträchtlich leiden kann.
00:46:56: Ich meine Es ist zwar nicht gänzlich unbekannt aber auch nicht so weit verbreitet.
00:47:01: Daher herrscht ein sehr starkes Tabu darüber dass Mädchen sich an Polizistationen wenden Und ich bin nicht überrascht.
00:47:09: Warum?
00:47:10: Selbst für mich ist es als jemand, der in Organisationen arbeitet sehr schwierig auf einer Polizeistation vorstellig zu werden.
00:47:19: Dort ist man Frauen gegenüber nicht besonders freundlich gesinnt.
00:47:23: Man betritt den Raum und fühlt sich sofort wie eine Kriminelle.
00:47:29: Man wird – doch bevor etwas geschehen ist – sofort als Krimideller abgestempelt und die Beamten dort sind wirklich nicht sehr freundlich oder hilfsbereit zu einem.
00:47:38: Ich verstehe also, warum Frauen wirklich zögern und das meistens nicht tun.
00:47:43: Also Frauen haben zu Hause nicht die Unterstützung um rechtliche Schritte einzuleiten besonders von ihren eigenen Familien.
00:47:50: Sind sie verheiratet stellt sich meistens die eigene Familie auf die Seite des Mannes wenn Sie versuchen rechtliche Schritt einzuleiten.
00:47:59: Es ist also sehr schwer für Frauen, rechtliche Schritte zu unternehmen.
00:48:03: Daher Organisationen und wir bemühen uns sehr sie durch Beratung zu unterstützen oder ihnen sogar Anwälte zu stellen wenn Sie selbst keine Möglichkeit dazu haben.
00:48:15: Dies kann sich als äußerst hilfreich erweisen Und Wadi hatte in der Vergangenheit ein Projekt für Polizeibeamte wie sie mit Gewalt- und häuslicher Gewaltfällen umgehen.
00:48:30: Solche Initiativen sind wirklich eine große Hilfe.
00:48:33: Denn wenn man sich an einem Ort nicht willkommen fühlt, ist es ohnehin schon schwierig.
00:48:39: Man wurde im eigenen Zuhause verletzt.
00:48:41: Es ist schwer Ein schweres Thema und ein schweres Leben Und dann zu versuchen sein Problem zu lösen Aber nicht willkommen zu sein Das macht alles nur zehnmal schwere.
00:48:52: Wir haben viele solche Fälle bei denen sie mehrmals zur Polizeistationen gingen Und dann hat ihre eigene Familie sie nicht ernst genommen.
00:49:02: Dann haben Sie sich das Leben genommen, die Frau.
00:49:07: Wir hatten in den letzten Jahren einige Fälle, in denen es soweit kam und weil sie keinerlei Unterstützung von der Familie oder anderen erhalten sehen sie absolut kein Licht am Ende des Tunnels und keine Lösung.
00:49:20: Die einzige Lösung, die sich Ihnen dann leider sofort anbietet ist Suizid!
00:49:25: Ich glaube... Die Wichtigkeit, dass Frauen ihre Rechte kennen ist sehr wichtig.
00:49:35: Denn manchmal kann man ihnen wirklich blindlingsglauben machen.
00:49:40: das was ihnen passiert einfach normal ist.
00:49:44: Das wird erwartet.
00:49:45: ich muss falsch legen da alles was ich denke falsch ist.
00:49:50: Meistens ist es so dass Frauen in eine Lage geraten indem sie ihre umgebung der abprägen Dass es ihnen nicht einmal auffällt wie sie missbraucht und ihrer grundlegenden Rechte beraubt werden.
00:50:04: Deshalb ist es für Frauen sehr, sehr wichtig, stets an ihre Rechte erinnern zu werden um diese aufgezeigt zu bekommen Denn selbst bei Frauenrechten und vielen anderen Gesetzen in Kurdistan gibt es keine staatlichen Kampagnen die der Bevölkerung diese Gesetze vermitteln.
00:50:23: Wenn ein Gesetz schriftlich ekviftiert Die Leute is aber nicht kennen ist es nutzlos.
00:50:29: Diese Gesetze müssen den Menschen zugänglich gemacht werden, gerade in der heutigen Zeit mit Social Media wird es von den Jüngeren sehr häufig genutzt aber auch von vielen anderen die viel im sozialen Medien unterwegs sind.
00:50:43: Die Gewalt in sozialen Medien nimmt immer weiter zu Aber die Menschen wissen nicht dass es in Kurdistan ein Gesetz gibt das ihre Rechte schützt und dass sie jemanden verklagen können, der sie belästigt bedroht oder sonst wie Unannehmlichkeiten bereitet.
00:51:02: Es gibt Lösungen – und es gibt auch Handlungen, die ergriffen werden können!
00:51:06: Aber wenn Sie nicht wissen, wie es gilt, dann ist ein Gesetz das die Bürger nicht kennen, völlig nutzlos und kann seine Wirkung nicht entfalten.
00:51:14: Daher ist es für uns von großer Bedeutung, sie durch unsere Arbeit und auch über die sozialen Medien bekannt zu
00:51:22: machen."
00:51:23: Damit die Menschen ihr Recht kennen, der richtige Weg um damit umzugehen und es zu navigieren.
00:51:29: Und auf einer anderen Ebene wie man auch Seminare- und Podiumsdiskussionen für Polizeibeamte und Personen und Abteilungen, die mit diesen Themen in Verbindung stehen organisieren kann, um sie... ...um die Angelegenheit aus humanitärer Sicht zu betrachten?
00:51:47: Man ist da, um Menschen zu helfen!
00:51:49: Es ist Ihre Aufgabe zu helfen nicht zu urteilen oder auf sie herabzusehen, denn Sie sind Menschen mit Rechten und Ihren eigenen Problemen.
00:51:58: Das gilt auch für viele andere gesellschaftliche Probleme wie zum Beispiel Drogenkonsumenten die Hilfe suchen und wie Kriminelle behandelt werden.
00:52:08: das ist ein oft auftretendes Problem.
00:52:11: ich habe versucht Kontakt zu vielen Regierungsbehörden auch zu nehmen und sogar anderen Organisation in Kurdistan in Konchak zu treten Und ich war aber eine Abteilung für die Rehabilitation von Frauen und Jugendlichen, die sich damit befasst.
00:52:27: Es ist eine Art Rehabilitationsgefängnis, aber am Ende ist es eben doch ein Gefängnis.
00:52:33: Wir sind dort hingegangen einfach um herauszufinden ob jemand mit einem Drogenproblem der bereit ist sich für eine Behandlung zu melden verhaftet werden würde oder nicht.
00:52:46: Sie sagten sie würden verhafted werden.
00:52:49: Sie sehen sich also einem Fall gegenüber.
00:52:52: Krankheit oder ein Problem?
00:52:54: Sofort als Straftat!
00:52:57: Ihr eigenes System ist so aufgebaut, dass sie wie ein Krimineller behandelt werden.
00:53:02: Welche Rechte haben sie?
00:53:04: Welche Gesundheit?
00:53:06: Rechte?!
00:53:07: Für uns ist es wichtig der Regierungsbeamte und die direkt mit diesen Menschen arbeitenden sie als Menschen sehen – als jemanden, der in der Gesellschaft kämpft und von dem man noch schlechter behandelt wurde.
00:53:21: Das macht ihren Kampf noch schlimmer, es ist also auch wichtig dass sie wissen wie Sie sie behandeln und wie sie Vorschriften erlassen die ihr Leben einfacher und nicht schwerer machen.
00:53:32: Avran vielen Dank für die tiefen Einblicke in ihre sehr wichtige Arbeit.
00:53:37: danke auch das sie mit uns gesprochen haben.
00:53:39: wenn sie Wadi unterstützen möchten finden sie alle Infos in der Videobeschreibung.
00:53:46: Vielen Dank für Ihre Teilnahme.
00:53:48: Wenn Sie es interessant fanden,
00:53:49: teilen, liken
00:53:51: und abonnieren sie bitte unseren Kanal.
00:53:53: Folgen Sie VOD auch auf Social Media.
00:53:56: Danke fürs Zuschauen!
00:53:57: Und bis zum nächsten Mal bei MENA
00:54:03: Talk.
00:54:07: Dort finden Sie täglich neue, aktuelle Berichte und ausführliche wissenschaftlich fundierte Hintergrundanalysen zur Geschichte- und Gegenwart der MENA-Region.