Im Mena-Talk spricht die Israelstrategin, Kultur- und Diplomatieberaterin Paushali Lass mit Jasmin Arémi über die Lage in Rojava. Die kurdische Selbstverwaltung steht unter massivem Druck. Türkische Angriffe zerstören Infrastruktur, Frauenrechte und jahrzehntelang aufgebaute Stabilität. Lass kritisiert die Regionalpolitik Ankaras und fordert konkrete humanitäre Korridore sowie politische Rückendeckung durch EU, USA und Israel.
»Mitgefühl ist keine Frage der Herkunft«, sagt Lass. »Ich fühle mit den Kurden in erster Linie als Mensch.« Für sie ist die Gewalt gegen Kurden kein rein lokales Problem. Sie werden verfolgt und getötet wegen ihrer Identität, nicht wegen ihrer Taten – eine Parallele zur jüdischen Geschichte. »Gewalt, die auf Ideologie basiert, hört nicht bei einer Gruppe auf«, warnt sie. Wer heute die Kurden angreift, bedroht morgen andere, wie der IS gezeigt habe. Außenstehende müssten daher Druck auf Regierungen und Weltmächte ausüben.
Ihr Engagement ist auch persönlich motiviert. Begegnungen mit Kurden haben sie geprägt: »Bereits Abrahams Geschichte aus der Tanakh zeigt Werte wie Respekt und Zusammenleben, die ich bei Kurden wiederfinde.« Nach dem Erdbeben 2023 in der Türkei erlebte sie, dass Kurden trotz Diskriminierung hilfsbereit sind.
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